Jordanien vereint einige der bekanntesten archäologischen Stätten der Welt, eine von der UNESCO ausgezeichnete rote Wüste und einen Salzsee, in dem man 430 Meter unter dem Meeresspiegel mühelos treibt. Hier sind die 20 Dinge, die du in Jordanien sehen und erleben solltest, ob du 7 oder 14 Tage mitbringst.
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Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind die besten Reisefenster: Die Temperaturen bleiben angenehm, um Petra zu Fuß zu erkunden, im Dana-Reservat zu wandern oder in Aqaba zu tauchen. Im Juli und August kann die Hitze in der Wüste und an archäologischen Stätten über 40 °C steigen. Im Winter sorgen Regen und Kälte in den Höhenlagen manchmal für schwierige Bedingungen, während Aqaba und das Tote Meer das ganze Jahr über zugänglich bleiben.
Die drei Highlights der Reise
1. Petra: durch den Siq zum Schatzhaus
Vor mehr als 2.000 Jahren von den Nabatäern in den rosafarbenen Fels gemeißelt, ist Petra eines der sieben neuen Weltwunder und UNESCO-Weltkulturerbe. Der Zugang führt durch den Siq, eine rund 1,2 km lange enge Schlucht, an deren Ende das Schatzhaus (Al-Khazneh) auftaucht: eine 40 Meter hohe Fassade, direkt in den Fels gehauen. Die archäologische Stadt erstreckt sich weit darüber hinaus: Königsgräber, Kolonnadenstraße, antikes Theater und, nach einem langen Treppenaufstieg, das Kloster (Ad-Deir) mit weitem Blick über die Wüste.
Plant zwei Tage ein, um die Stätte in Ruhe zu erkunden. An manchen Abenden lädt die Veranstaltung „Petra by Night“ zu einem Spaziergang durch den Siq im Kerzenschein ein.

2. Das Tote Meer: treiben auf minus 430 Metern
Als tiefster Punkt der Erde, 430 Meter unter dem Meeresspiegel, ist das Tote Meer ein Salzsee zwischen Jordanien und Israel. Sein Salzgehalt ist so hoch, dass der Körper mühelos treibt. Der Mineralschlamm an seinen Ufern wird seit der Antike wegen seiner pflegenden Wirkung auf die Haut geschätzt.

Von Amman ist das jordanische Ufer in etwa einer Stunde erreichbar. Mehrere öffentliche Strände und Hotelanlagen säumen das Ufer.

3. Wadi Rum: eine Nacht unter den Sternen in der roten Wüste
Das Wadi Rum, auch „Tal des Mondes“ genannt, ist eine UNESCO-Welterbestätte im Süden Jordaniens. Seine roten Sandsteinformationen, Dünen und jahrtausendealten Felszeichnungen dienten als Filmkulisse für „Der Marsianer“ und „Lawrence von Arabien“. Das klassische Erlebnis: eine Jeeptour mit einem beduinischen Guide am Tag, gefolgt von einer Nacht in einem Camp unter einem von Lichtverschmutzung freien Himmel, wo die Milchstraße mit bloßem Auge zu sehen ist.

Die Schotterpisten durch das Wadi Rum führen zu Felszeichnungen und Passagen, die nur ein ortskundiger Guide zu finden weiß.

Amman und seine Schätze
4. Die Zitadelle von Amman und das Archäologische Museum
Hoch oben auf dem Jebel Qal’a im Herzen Ammans ist die Zitadelle eine der am längsten ununterbrochen besiedelten Stätten der Welt. Sie vereint nabatäische, römische, byzantinische und omayyadische Überreste: den Herkules-Tempel, den omayyadischen Palast und das Archäologische Museum Jordaniens mit Exponaten aus mehreren Jahrtausenden, darunter außergewöhnliche Sarkophage und Grabbeigaben. Der Panoramablick über die Hügel Ammans von diesem Aussichtspunkt gehört zu den schönsten der Hauptstadt.

5. Das römische Theater von Amman
Unterhalb der Zitadelle, in der historischen Altstadt, stammt das römische Theater aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Es fasste bis zu 6.000 Zuschauer und gilt als eines der besterhaltenen im Nahen Osten. Eine gute Gelegenheit, durch den benachbarten Souk zu schlendern und in einem traditionellen Café zu verweilen.

6. Das lebendige Amman: Rainbow Street und die Hügel der Stadt
Um den Puls der Hauptstadt zu spüren, schlendere die Rainbow Street entlang, die belebte Straße im Viertel Jebel Amman, gesäumt von Cafés, Restaurants und lokalen Läden. Amman, auf seinen Hügeln erbaut, offenbart an jeder Biegung Minarette, Moscheen und goldene Kalksteinbauten.

Der Norden Jordaniens
7. Jerash, das Pompeji des Orients
Eine Stunde nördlich von Amman ist Jerash nach Petra die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Jordaniens und eine der besterhaltenen römischen Städte außerhalb Italiens. Hadrianstor, ovales Forum, Artemis-Tempel und Südtheater reihen sich in bemerkenswertem Zustand aneinander. In der Region wurden Spuren menschlicher Besiedlung aus der Zeit vor 7.500 Jahren gefunden.

Jeden Sommer richtet Jerash ein Kulturfestival aus, das Musik, Tanz und Kunst der arabischen Welt feiert.
8. Die Burg Ajloun
Im 12. Jahrhundert von den Ayyubiden erbaut, um den Kreuzfahrern zu widerstehen, ist die Burg Ajloun (Qala’at Ajloun) ein bemerkenswertes Beispiel mittelalterlicher islamischer Militärarchitektur. Auf einem Hügel über den Eichenwäldern Nordjordaniens gelegen, bietet sie bei klarem Wetter einen Blick über das Jordantal und die palästinensischen Hochebenen.

9. Umm Qais (das antike Gadara)
Weniger besucht als Jerash, zeigt Umm Qais seine schwarzen Basaltsäulen im Nordwesten des Landes. Das antike Gadara überblickt gleichzeitig den See Genezareth, die Golanhöhen und die syrischen Bergkuppen: ein einzigartiges Panorama in der Region.

Auf der Königsstraße
10. Madaba und die Mosaikkarte
Etwa 30 Kilometer südlich von Amman ist Madaba für seine byzantinischen und omayyadischen Mosaiken berühmt. Die Madaba-Karte aus dem 6. Jahrhundert zeigt das Heilige Land mit Jerusalem in der Mitte. Sie ist in der noch aktiven Georgskirche zu sehen.

11. Der Berg Nebo
Wenige Kilometer westlich von Madaba gilt der Berg Nebo der Bibel zufolge als der Ort, von dem aus Moses das Gelobte Land erblickt haben soll. Bei klarem Wetter reicht der Blick über das Tote Meer, das Jordantal und bis nach Jerusalem. Die Gedächtniskirche beherbergt Mosaiken aus dem 4. bis 6. Jahrhundert.
12. Bethanien (Al-Maghtas), UNESCO-Welterbe
Seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe, wird Al-Maghtas von Archäologen als Ort der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer anerkannt. Am Ostufer des Jordans vereint es römische und byzantinische Überreste und zieht Pilger aus aller Welt an.
13. Die Burg Shobak
Auf dem Weg nach Petra wurde die Burg Shobak (Mons Regalis) im 12. Jahrhundert von den Kreuzfahrern errichtet, um die Handelsroute zwischen Ägypten und Syrien zu kontrollieren. Ihre Ruinen überragen eine karge Berglandschaft: der Ausblick von den Zinnen lohnt den Umweg.

14. Klein-Petra (Siq al-Barid)
Etwa 12 Fahrminuten nördlich von Petra ist Siq al-Barid eine kleinere nabatäische Stätte, weniger besucht und kostenlos zugänglich. Das Biclinium bewahrt seltene Reste nabatäischer Fresken: eine ideale Ergänzung zu Groß-Petra für alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen möchten.
Natur und Abenteuer
15. Aqaba: Tauchen im Roten Meer
Jordaniens einzige Küstenstadt öffnet sich zum Roten Meer und seinen gesunden Korallenriffen. Die Tauch- und Schnorchelplätze sind zahlreich und für Anfänger wie erfahrene Taucher geeignet. Aqaba beherbergt zudem eine osmanische Festung und besticht durch eine entspannte Küstenatmosphäre, ganz anders als der Rest des Landes.

16. Wadi Mujib: Canyoning in den Schluchten
Das Wadi Mujib, manchmal als „Jordaniens Grand Canyon“ bezeichnet, ist ein Naturschutzgebiet der Royal Society for the Conservation of Nature. Das Haupterlebnis ist die Begehung der teilweise überfluteten Schluchten zwischen Wasserfällen und Felswänden. Die Saison öffnet in der Regel ab Mitte April.

17. Das Biosphärenreservat Dana
Mit 320 km² ist Dana Jordaniens größtes Naturschutzgebiet. Die Landschaft reicht vom felsigen Plateau des Bergdorfes Dana auf etwa 1.500 Metern Höhe bis zu den Sandweiten der Wadi-Araba-Wüste. Die Tierwelt ist vielfältig: Adler, Steinböcke, Wölfe und Wüstenfüchse.

Das Feynan Eco-Lodge, Jordaniens erstes Öko-Lodge mit 26 solarbetriebenen Zimmern, bietet geführte Wanderungen im Herzen des Reservats an und beschäftigt vorrangig Einheimische aus der Region.

Erlebnisse und Kultur
18. Die Thermalquellen von Ma’in
Eine Stunde von Amman entfernt sprudeln die heißen Quellen von Ma’in (Al-Hammamat Al-Meen) natürlich aus dem Fels. Unterkünfte mit Zugang zu den Naturbädern und Spa-Angeboten sind vor Ort vorhanden: ein entspannter Zwischenstopp nach mehreren Tagen intensiver Besichtigungen.
19. Jordanische Küche: mit Mansaf beginnen
Mansaf ist das Nationalgericht: Lammfleisch in einer Sauce aus getrocknetem Joghurt (Jameed) auf einem Reisbett, in einer großen Gemeinschaftsschüssel serviert. Es ist ein Fest- und Gastfreundschaftsgericht. Die Souks von Amman und die Straßenrestaurants bieten auch Falafel, Hummus, Knafeh (Käsedessert mit Sirup) und vielfältige Mezze an jeder Ecke.
20. Eine beduinische Nacht in der Wüste
Abseits der klassischen Touristenroute ist eine Nacht in einem beduinischen Camp im Wadi Rum das unvervälschte Jordanien. Essen über offenem Feuer, Kardamomtee, ein Sternenhimmel ohne künstliches Licht: das ist oft die Erinnerung, die am längsten bleibt.
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FAQ
Wie viele Tage braucht man, um Jordanien richtig zu erkunden?
Sieben Tage reichen, um Amman, Jerash, Madaba, den Berg Nebo, das Tote Meer, Petra und Wadi Rum in einem zügigen Tempo zu erleben. Wer Aqaba, das Dana-Reservat und die Wüstenschlösser hinzufügen möchte, sollte 10 bis 14 Tage einplanen.
Kann man Petra an einem einzigen Tag besichtigen?
Ja, ein Tag reicht für den Siq, das Schatzhaus und die Königsgräber. Um zum Kloster (Ad-Deir) aufzusteigen und die gesamte Stätte in Ruhe zu erkunden, sind zwei Tage vorzuziehen. Klein-Petra (Siq al-Barid), 12 Fahrminuten von Petra entfernt und kostenlos zugänglich, ist die ideale Ergänzung für einen zweiten Tag.
Was ist der Jordan Pass und wie funktioniert er?
Der Jordan Pass umfasst den Eintritt zu Petra und über 40 Touristenattraktionen des Landes und befreit unter Bedingungen von der Visumpflicht. Er wird online vor der Anreise gekauft. Aktuelle Visainformationen und Einreiseformalitäten findest du in unserem Leitfaden zu Versicherung und Einreise nach Jordanien.
Kann man Wadi Rum ohne Führer besuchen?
Der Park ist weitläufig und die Pisten sind nicht ausgeschildert. Die meisten Besucher kommen mit einem Führer oder über eine lokale Agentur, insbesondere für Jeeptouren und Übernachtungen unter den Sternen. Ein beduinischer Führer eröffnet eine kulturelle Dimension, die man auf eigene Faust nicht erleben kann.
Wann ist die beste Zeit, im Toten Meer zu schwimmen?
Das Tote Meer ist das ganze Jahr über vom jordanischen Ufer aus zugänglich. Frühling und Herbst bieten angenehme Temperaturen für ein komfortables Bad. Im Sommer sind warme Luft und lauwarmes Wasser angenehm, aber die Sonneneinstrahlung ist intensiv.





