Mauritius vereint auf weniger als 2.000 km² Lagunenstrände, Wanderungen durch Urwälder, zwei UNESCO-Welterbestätten und eine kreolische Küche mit einzigartigen Einflüssen, die es so nur hier gibt. Ob du eine oder zwei Wochen planst: Hier sind die Aktivitäten und Orte, die in keinem gelungenen Reiseplan fehlen sollten.
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Wann nach Mauritius reisen
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die beliebteste Reisezeit. Die Temperaturen liegen zwischen 18 °C und 25 °C, der Himmel bleibt größtenteils wolkenlos und der Passatwind erfrischt, ohne Ausflüge aufs Meer zu beeinträchtigen. Das ist das beste Zeitfenster für Wanderungen, Wassersport und Strandtage.
Der australische Sommer von November bis April ist heißer und feuchter, mit Temperaturen zwischen 27 °C und 33 °C. In Januar und Februar besteht ein Zyklon-Risiko, das man nicht außer Acht lassen sollte. Die Unterwassersicht ist dafür von November bis März am besten, was diese Zeit ideal für Tauchen und Schnorcheln macht.
Wer den besten Kompromiss aus Wetter, Besucheraufkommen und Flugpreisen sucht, liegt mit Mai, September und Oktober richtig: trockenes Klima, klares Wasser und günstigere Preise als im August.
Planst du eine Reise im Dezember oder Januar, helfen dir unsere Auswahl der sonnigsten Reiseziele zu Weihnachten und unser Ratgeber zu den besten Sonnenreisezielen im Januar bei der Entscheidung.
Meine Reise nach Mauritius absichernPort Louis: die Hauptstadt unter freiem Himmel

Port Louis an der Nordwestküste ist weit mehr als eine administrative Pflichtstation. Auf dem zentralen Markt drängen sich tropische Früchte, Gewürze und Streetfood: Gâteau Piment, Dhall Puri, Samosas. Hier schmeckt man die mauritische Küche am direktesten und ohne jedes Brimborium.

Die Uferpromenade Caudan Waterfront lädt zu einem Spaziergang mit Blick auf den Hafen ein. In der Nähe liegt das Aapravasi Ghat, UNESCO-Welterbe: Seine Überreste und Archive erzählen die Geschichte der Einwanderung nach Mauritius im 19. Jahrhundert.
Die schönsten Strände

Mauritius bietet nicht einen einzigen Strand, sondern viele verschiedene Stimmungen, je nach Küstenabschnitt. Im Westen öffnen sich die Strände für spektakuläre Sonnenuntergänge über dem Ozean. Im Osten sind die Lagunen meist ruhiger und das Wasser klarer.
Flic en Flac: Sonnenuntergänge an der Westküste
Flic en Flac erstreckt sich über mehrere Kilometer an der Westküste. Das Markenzeichen: Sonnenuntergänge über dem Indischen Ozean, am schönsten vom Strand oder einem Tisch direkt am Wasser genossen. Der Strand ist öffentlich, das Wasser flach. Taucher finden wenige Schwimmzüge vom Ufer entfernt gut erreichbare Korallenriffe.


Trou aux Biches: geschützte Lagune im Norden
Trou aux Biches profitiert von einer durch ein Korallenriff geschützten Lagune mit ruhigem Wasser, das sich ideal für Familienbäder eignet. Der sandige Grund ist frei, und die Farben wechseln je nach Tageszeit von Türkis zu Smaragdgrün.

Mont Choisy und Pereybere: zwei ruhige Adressen im Norden
Mont Choisy ist ein langer, öffentlicher Strand, den Einheimische wie Reisende gleichermaßen schätzen. Weiter östlich an der Nordküste liegt Pereybere, eine intimere Bucht mit direktem Zugang zu Korallenriffen direkt vom Ufer für Schnorchler.

Belle Mare: die Ostküste und ihre Resorts
Belle Mare an der Ostküste ist bekannt für seine makellosen Strände und die großen Hotelanlagen, die sie säumen. Das Meer ist hier meist sehr ruhig. Eine ideale Ausgangsbasis für Schnorcheln, Segeln oder schlicht Entspannen.

Le Morne: UNESCO-Panorama und Kitesurfen
Le Morne Brabant besetzt die Halbinsel im Südwesten. Sein Berg, der auf über 550 Meter aufsteigt, ist UNESCO-Welterbe und überragt eine Bucht mit flachem Wasser, die zu den besten Kitesurf- und Windsurfspots im Indischen Ozean zählt.

Der Strand an seinem Fuß gehört zu den meistfotografierten auf Mauritius. Bei Ebbe erzeugen Sandströmungen aus der Luft die optische Illusion eines Unterwasserwasserfalls, am eindrucksvollsten per Hubschrauber oder Leichtflugzeug von der Küste aus zu sehen.

Bootsausflüge: die Inseln rund um Mauritius
Die Insel ist von kleinen Eilanden umgeben, die sich bequem an einem Tag per Katamaran oder Schnellboot erkunden lassen. Diese Ausflüge zählen zu den unvergesslichsten Erlebnissen eines Mauritius-Urlaubs.

Die Île aux Cerfs
Erreichbar von Trou d’Eau Douce an der Ostküste, ist die Île aux Cerfs ein Sandinselchen, umgeben von kristallklarer Lagune. Hier kannst du schnorcheln, parasailen und Wasserski fahren. Teile des Ufers säumt ein Golfplatz. Der Hauptstrand füllt sich in der Hochsaison schnell: Buche deine Überfahrt im Voraus und brich früh morgens auf.

Die nördlichen Inseln: Coin de Mire und Gabriel
Vor Grand Baie liegen die Inseln Coin de Mire, Île Plate und Île Gabriel, die sich für Tagesausflüge bestens eignen. Das Wasser ist besonders klar und die Unterwasserwelt kaum beeinträchtigt.

Die Ausflüge starten früh morgens in Grand Baie und beinhalten in der Regel eine Schnorchelpause und ein Mittagessen an Bord.

Mit Delfinen schwimmen in Tamarin
An der Westküste bei Tamarin tummeln sich in den frühen Morgenstunden Spinner-Delfine in der Lagune. Lokale Anbieter bieten Schnellbootausflüge an, um sie zu beobachten und in ihrem natürlichen Lebensraum mit ihnen zu schwimmen. Die Abfahrten finden gegen 6 Uhr morgens statt, bevor die Delfine in die offene See abwandern.

Grand Baie: das Herz des Nordens

Grand Baie ist das lebhafteste Baderesort der Insel im Nordwesten. Die Promenade bietet Restaurants, Shops und Anbieter für Wassersportaktivitäten. Es ist zugleich der wichtigste Ausgangspunkt für Ausflüge zu den nördlichen Inseln.
Das Nachtleben ist hier ausgeprägter als anderswo auf der Insel. Wer es ruhiger mag, findet im nahen Trou aux Biches und Mont Choisy die perfekte Kombination aus Trubel und Entspannung.
Naturstätten: Hochplateaus und Schluchten
Chamarel: Wasserfall und Erde der 7 Farben
Das Dorf Chamarel im Südwesten vereint zwei Naturphänomene, die es sonst nirgends auf Mauritius gibt. Der Chamarel-Wasserfall, der höchste der Insel, stürzt in eine Schlucht mit ursprünglicher Vegetation. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Erde der 7 Farben, eine geologische Formation aus erodierter Vulkanasche: sieben verschiedene Farbtöne von Ocker bis Violett, die sich nach dem Mischen auf natürliche Weise wieder voneinander trennen.

Der Geopark-Eintritt umfasst den Wasserfall, die Erde der 7 Farben, einen Aldabra-Riesenschildkrötenpark und die Chamarel-Kaffeeplantage für rund 12 Euro pro Person. Plane mindestens zwei Stunden ein, inklusive der Rum-Destillerie, wenn du die Führung dazunehmen möchtest.
Der Black-River-Gorges-Nationalpark
Dieser Nationalpark, der größte auf Mauritius, bedeckt die Hochplateaus im Südwesten. Mehrere Wanderwege durchqueren einen endemischen Wald mit Makaken und seltenen Vögeln. Die Schluchten bieten Panoramablicke auf die Lagune der Westküste.
Grand Bassin: der heilige See
Grand Bassin ist ein Kratersee im Herzen der Hochplateaus und eine bedeutende Kultstätte der hinduistischen Gemeinschaft auf Mauritius. Alljährlich empfängt er Tausende von Pilgern beim Maha-Shivaratri-Fest, das je nach Mondkalender im Februar oder März stattfindet.
Der Jardin de Pamplemousses
Dieser koloniale botanische Garten im Norden der Insel ist einen halben Tag wert. Er beherbergt seltene tropische Arten, darunter die Riesenseerose Victoria amazonica.

Kulinarik und Kultur
Die mauritische Küche spiegelt direkt die Geschichte der Insel wider: indisch, chinesisch, kreolisch und französisch, das Produkt mehrerer Jahrhunderte kultureller Vermischung. Gâteau Piment (würziger Linsenfritter) und Dhall Puri (mit Linsen und Chutneys gefülltes Fladenbrot) isst man im Stehen an der Straßenecke. Die Märkte von Mahébourg und der zentrale Markt in Port Louis sind die besten Adressen, um sie ganz unverfälscht zu probieren.
In den Restaurants trifft kreolische Küche (Rougail, Fischcurry, Gemüseachards) auf Meeresfrüchte vom Grill. Die Rum-Destillerie in Chamarel bietet Führungen und Verkostungen als krönenden Abschluss der Entdeckungstour.
Reiserouten nach Reisedauer
Eine Woche: Konzentriere dich auf den Norden (Grand Baie, Trou aux Biches, Ausflug zu den nördlichen Inseln), den Südwesten (Le Morne, Chamarel) und einen Tag für die Île aux Cerfs. Port Louis lohnt sich für einen halben Morgen.
Zwei Wochen: Ergänze die Ostküste (Belle Mare, Mahébourg), einen Delfinausflug in Tamarin, den Black-River-Gorges-Nationalpark und Grand Bassin. Ein Hubschrauberrundflug, um den Unterwasserwasserfall vor Le Morne zu sehen, rundet das Erlebnis ab.
Falls du zwischen verschiedenen tropischen Inselzielen schwankst, stellt unser Ratgeber Was tun auf Guadeloupe ein weiteres spannendes Reiseziel vor.
FAQ
Was ist die beste Reisezeit für Mauritius?
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober eignet sich am besten für Strände, Wanderungen und Wassersport, bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C. Für Tauchen bietet November bis März die beste Unterwassersicht. Vermeide wenn möglich Januar und Februar: häufige Regenfälle und Zyklon-Risiko.
Wie viele Tage sollte man für Mauritius einplanen?
Eine Woche reicht für die wichtigsten Highlights: Nordküste, Le Morne, Chamarel und Île aux Cerfs. Zwei Wochen ermöglichen eine umfassendere Erkundung mit Ostküste, Hochplateaus und Bootsausflügen.
Welche UNESCO-Welterbestätten gibt es auf Mauritius?
Zwei Stätten: Le Morne Brabant, der Berg auf der Südwesthalbinsel, der mit der Geschichte des Widerstands gegen die Sklaverei verbunden ist, und das Aapravasi Ghat in Port Louis, die Ankunftsstätte der Vertragsarbeiter im 19. Jahrhundert.
Lohnt sich ein Besuch der Île aux Cerfs?
Ja, wegen der Qualität ihrer Lagune und der Vielfalt an Wasseraktivitäten vor Ort. In der Hochsaison füllt sie sich schnell: Buche die Bootsüberfahrt im Voraus und brich früh auf, um den Strand in bester Stimmung zu erleben.
Kann man auf Mauritius mit Delfinen schwimmen?
Morgenausflüge von Tamarin an der Westküste ermöglichen es, Spinner-Delfine in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten und mit ihnen zu schwimmen. Die Abfahrten finden gegen 6 Uhr morgens statt.
Ist Mauritius für Familien mit Kindern geeignet?
Ja. Die geschützten Lagunen von Trou aux Biches, Mont Choisy und Belle Mare bieten flaches, sicheres Wasser. Der Geopark Chamarel (Riesenschildkröten, Wasserfall, Erde der 7 Farben) und der Jardin de Pamplemousses sind bei Familien besonders beliebt.





