Portugal, Kroatien und Norwegen bieten drei grundverschiedene Möglichkeiten, den Sommer in Europa zu verbringen. Das eine Land lockt mit goldenen Stränden und bunten Azulejos, das andere mit kristallklarem Wasser und jahrtausendealten Stadtmauern, das dritte mit majestätischen Fjorden und einer Sonne, die einfach nicht untergehen will. Was jedes dieser Ziele zu bieten hat, zum Auswählen oder zum Planen aller drei auf einmal.
Sommer in Europa: Portugal
Portugal gehört zu den vielseitigsten Reisezielen Europas: Lissabon und Porto für Kultur und Genuss, die Algarve für Badeurlaub, das Landesinnere für echtes Abtauchen vom Alltag. Kein Zufall, dass Portugal bei den World Travel Awards 2025 als „Best Destination in Europe“ ausgezeichnet wurde.
Albufeira
Im Herzen der Algarve, an Portugals Südküste, hat sich dieses frühere Fischerdorf zu einem der beliebtesten Reiseziele entwickelt und punktet mit Sandstränden und lebhafter Atmosphäre. Die Altstadt lädt zum Bummeln ein: In verwinkelten Gässchen reihen sich Restaurants, in denen du lokale Spezialitäten probieren kannst. Für ausgelasseneres Flair konzentriert sich das Nachtleben der Neustadt entlang der „The Strip“.
In der Umgebung: die Festungsstadt Silves, Bootstouren mit Delfinbeobachtung entlang der Küste, Wasserparks für die ganze Familie. Albufeira ist die ideale Adresse für entspannten Strandurlaub, ohne auf Abwechslung verzichten zu müssen.

Porto
Porto verdient mehr als einen kurzen Zwischenstopp. Das Ribeira-Viertel mit seinen bunten Fassaden über dem Douro lädt zum ziellosen Schlendern ein. Am schönsten: sich an den Kais niederlassen, eine Super Bock in der Hand, die lokale Biermarke, und die Sonne genießen.
Ein Pflichtprogramm sind die Weinkeller von Vila Nova de Gaia auf der anderen Flussseite. Hier reift und wird der Vinho do Porto abgefüllt: ein aufgespriteter Wein, der den Namen der Stadt trägt, weil die Erzeuger aus dem Douro-Tal ihre Flaschen von diesem Hafen aus in die Welt verschifften. Die Bezeichnung entstand im 17. Jahrhundert, und der Wein avancierte rasch zum großen Erfolg in England.
Weitere Highlights: die Buchhandlung Lello, ein neugotisches Meisterwerk, dessen Innentreppe zu den meistfotografierten im ganzen Land zählt. Und vor der Abreise gehört eine Francesinha dazu: ein großzügiges Sandwich mit verschiedenen Fleischsorten, überbacken mit Käse und in einer würzigen Tomatensauce serviert.

Lissabon
Die Hauptstadt vereint auf wenigen Quadratkilometern Jahrhunderte der Geschichte. Die Burg São Jorge thront auf ihrem Hügel und bietet von ihren Terrassen einen Panoramablick über Lissabon und den Tejo. Der Torre de Belém, UNESCO-Welterbe, ist wegen seiner einzigartigen manuelinischen Architektur einen Besuch wert.
Für eine Pause zwischen den Sehenswürdigkeiten bündelt der Time Out Market die besten Erzeuger und Restaurants der Stadt unter einem Dach. Und wenn die Julihitze zu sehr drückt, sind die Strände von Cascais und Estoril mit dem Zug in weniger als 30 Minuten vom Stadtzentrum erreichbar.

Die Grotte von Benagil
An der Algarve-Küste ist die Grotte von Benagil ein Werk der Meereserosion: Eine natürliche Bogenöffnung lässt das Licht direkt auf den inneren Sandstrand fallen. Die Farben, die dabei entstehen, haben kein Gegenstück an der europäischen Küste.
Die Grotte ist schwimmend erreichbar, doch die Strömungen können kräftig sein. Die sicherste Option sind Bootsausflüge, die regelmäßig von Albufeira oder Carvoeiro ablegen.

Monsanto
Wer das ländliche Portugal entdecken möchte, sollte einen Abstecher nach Monsanto einplanen. Dieses in die Berghänge gebaute Dorf im Landesinneren ist buchstäblich in die Felsen eingebettet: Die Häuser wachsen zwischen Granitblöcken empor, die Gassen schlängeln sich um sie herum. Die Überreste einer Burg auf dem Hügel bieten einen Panoramablick über die gesamte Umgebung.

Portugal hat noch viel mehr zu bieten, um eine Reiseroute zu füllen: Die 20 Dinge, die man in Portugal unbedingt sehen und erleben muss liefern dir jede Menge weiterer Ideen.
Mein Reiseversicherungsangebot erhaltenSommer in Europa: Kroatien

Als „Perle der Adria“ zieht Kroatien jeden Sommer mit seiner dalmatinischen Küste und dem glasklaren Wasser an. Nur zwei Flugstunden entfernt vereint es Meer, antikes Kulturerbe und unberührte Natur auf engem Raum. Alle wichtigen Informationen zu Einreise und medizinischer Versorgung findest du auf der Seite Reiseversicherung Kroatien.
Split und der Diokletianpalast
Split ist die bedeutendste Stadt an der mittleren Dalmatienküste. Der Diokletianpalast, erbaut an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert, gehört zu den besterhaltenen römischen Komplexen Europas. Das Besondere: Der Palast ist kein abgeschlossenes Museum, sondern das lebendige Herz der Stadt, mit Restaurants, Geschäften und Einwohnern, die zwischen siebzehn Jahrhunderte alten Mauern ihren Alltag leben.
Dubrovnik und seine Stadtmauern
Dubrovnik ist das Wahrzeichen Kroatiens schlechthin. Seine mittelalterlichen Stadtmauern, auf einem fast zwei Kilometer langen Wehrgang begehbar, bieten einen atemberaubenden Kontrast zwischen grauem Stein und dem azurblauen Adriawasser. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Hochsommer, Juli und August, ist der Andrang groß. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden, bevor die Kreuzfahrtschiffe anlegen, verändert das Erlebnis grundlegend.

Die Inseln Dalmatiens
Zwischen Split und Dubrovnik erstreckt sich eine Inselkette, die eine der abwechslungsreichsten Küsten des östlichen Mittelmeers bildet:
- Hvar: die sonnigste Insel Kroatiens, mit einer befestigten Altstadt, weiten Lavendelfeldern und den versteckten Buchten der vorgelagerten Pakleni-Inseln.
- Brač: Der Strand Zlatni Rat, eine Zunge aus Kies und Sand, die sich ins Meer schiebt, ist das Postkartenmotiv Dalmatiens.
- Mljet: Nationalpark, Salzseen und antike Ruinen, die besterhaltene Insel im südlichen Dalmatien.
Sommer in Europa: Norwegen
Norwegen im Sommer überrascht alle, die es sich ausschließlich kalt und regnerisch vorstellen. Von Mitte Mai bis Ende Juli geht die Sonne nördlich des Polarkreises kaum unter: endlos lange Tage zum Wandern, Navigieren zwischen Fjorden oder Entdecken von Küstendörfern. Die sommerlichen Temperaturen sind angenehm mild, sodass keinerlei Winterausrüstung nötig ist.
Bergen, das Tor zu den Fjorden
Bergen ist der natürliche Ausgangspunkt für die Erkundung der Westfjorde. Das Bryggen-Viertel, eine Reihe bunter Holzhäuser am Hafenufer, ist UNESCO-Welterbe. Die Stadt dient als Basis, um den Sognefjord zu erkunden, mit 205 Kilometern Europas längsten Fjord, oder den schmaleren und spektakuläreren Nærøyfjord, beide seit 2005 UNESCO-Welterbe.

Der Geirangerfjord und die Flåmsbana
Der Geirangerfjord gehört zu den meistfotografierten Natursehenswürdigkeiten Skandinaviens. Seine senkrechten Felswände beherbergen legendäre Wasserfälle: die „Sieben Schwestern“ und den „Brautschleier“. Seit 2005 UNESCO-Welterbe, ist er im Sommer per Fähre von Geiranger oder Hellesylt zu durchqueren.
Von Flåm aus führt die Flåmsbana auf 20 Kilometern Bahnstrecke durch Schluchten und vorbei an Wasserfällen hinab zum Aurlandsfjord, mit 900 Metern Höhenunterschied: eine der spektakulärsten Bahnstrecken Europas.
Der Preikestolen
Über dem Lysefjord erhebt sich der Preikestolen, ein Felsplateau in 604 Metern Höhe, das senkrecht in die Fjordgewässer abfällt. Die Wanderung hin und zurück dauert etwa 4 Stunden und ist für gut konditionierte Wanderer problemlos machbar. Der Ausblick vom Gipfel rechtfertigt jeden Höhenmeter.
Für eine detaillierte Reiseroute liefern dir die 20 Dinge, die man in Norwegen unbedingt sehen und erleben muss eine solide Grundlage.

Norwegen hat noch eine ganz andere Seite, die der Sommer nicht zeigen kann: Komm im Herbst oder Winter wieder, und Nordlichter erhellen die arktischen Wälder über dem Schnee.
Diese drei Reiseziele decken nur einen Teil der europäischen Sommermöglichkeiten ab. Der Artikel Sommer in Europa: Griechenland, Zypern, Island stellt weitere abwechslungsreiche Routen vor, um deine Wahl abzurunden.
FAQ
Sind Portugal, Kroatien und Norwegen von Deutschland aus leicht erreichbar?
Ja, alle drei Ziele werden von den wichtigsten deutschen Städten mit Direktflügen angeflogen. Portugal (Lissabon, Porto, Faro) und Kroatien (Split, Dubrovnik) sind in 2 bis 3 Flugstunden erreichbar. Norwegen (Oslo, Bergen) liegt etwa 2 bis 3 Flugstunden von Deutschland entfernt. Portugal ist außerdem mit dem Auto über Spanien erreichbar, Kroatien über Italien.
Welches Reiseziel soll ich für den Sommer wählen: Portugal, Kroatien oder Norwegen?
Das hängt davon ab, was du suchst. Portugal eignet sich für alle, die Strand, Altstädte und Gastronomie kombinieren möchten. Kroatien spricht Liebhaber von kristallklarem Meer, Inseln und antikem Kulturerbe an. Norwegen zieht Wanderer und Naturbegeisterte an, die weite Landschaften suchen, und bietet obendrein das seltene Erlebnis der Mitternachtssonne.
Wann nach Norwegen reisen, um die Mitternachtssonne zu erleben?
Die Mitternachtssonne ist von Mitte Mai bis Ende Juli nördlich des Polarkreises zu beobachten. Für die Westfjorde (Bergen, Geirangerfjord) bieten Juni und Anfang Juli das schönste Licht bei noch überschaubarem Andrang. Im Juli und August sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten stärker besucht.
Brauche ich eine Reiseversicherung für Portugal, Kroatien oder Norwegen?
Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) deckt Notfallversorgung in öffentlichen Einrichtungen in Portugal und Kroatien (EU-Mitglieder) sowie in Norwegen (Europäischer Wirtschaftsraum) ab. Rücktransport und Behandlungen im Privatsektor sind nicht abgedeckt. Eine ergänzende Reiseversicherung, wie sie Yupwego anbietet, übernimmt genau diese Leistungen sowie weitere unvorhergesehene Ereignisse.





