Südafrika zählt zu den vielseitigsten Reisezielen der Welt: In zwei Wochen kannst du von einer Safari mit den Big Five zu einer Weinprobe auf Bergweingütern wechseln, Wale von steilen Klippen beobachten und dann in Gansbaai im Käfig dem Weißen Hai ins Auge blicken. Hier sind die zehn Erlebnisse, für die sich die Reise lohnt.
Safari im Kruger: auf den Spuren der Big Five
Wenn ein Erlebnis Südafrika auf den Punkt bringt, dann ist es die Safari im Kruger-Nationalpark. Das Schutzgebiet gehört zu den ausgedehntesten des Kontinents und beherbergt die fünf emblematischen Großtiere: Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard und Büffel. Giraffen, Nilpferde, Zebras und Hunderte von Vogelarten vervollständigen das Bild.
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Park zu erkunden: eigenständig im Auto auf den markierten Pisten oder in Begleitung eines Rangers in den für geführte Fahrzeuge vorbehaltenen Zonen. Die Ausfahrt mit einem Ranger bietet Zugang zu Gelände abseits der Pisten, fachkundige Spurenlesung und deutlich bessere Chancen, die großen Raubtiere aus nächster Nähe zu erleben.

Ob Privatlodge, öffentlicher Camp oder angrenzende Reservate: Unser Guide Safari in Südafrika stellt alle Optionen im Detail vor.
Mein Reiseversicherungsangebot anfordernJohannesburg: von Soweto bis zu den Kunstgalerien in Maboneng
Johannesburg ist die größte Stadt Südafrikas und zugleich der bedeutendste Erinnerungsort des Kampfes gegen die Apartheid. Im Stadtteil Soweto befinden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: das ehemalige Wohnhaus Nelson Mandelas, heute ein Museum, das Apartheid-Museum und das Hector-Pieterson-Denkmal, das den Opfern des Schüleraufstands vom 16. Juni 1976 gewidmet ist.
Die Stadt zeigt aber auch ein zeitgenössisches Gesicht. Die Viertel Braamfontein und Maboneng beherbergen Kunstgalerien, angesagte Restaurants und Veranstaltungsorte, die einen Abstecher lohnen, selbst wenn nur wenige Stunden bleiben.

Du planst mehrere Tage in der Stadt? Unser Artikel Was tun in Johannesburg geht auf Museen, Stadtführungen und empfehlenswerte Adressen im Detail ein.
Der Blyde River Canyon, der drittgrößte Canyon der Welt
Im Mpumalanga gelegen, etwa eine Autostunde vom Kruger entfernt, erstreckt sich der Blyde River Canyon über 26 Kilometer und fällt bis zu 800 Meter in die Tiefe. Er ist der drittgrößte Canyon der Erde, nach dem Grand Canyon und dem Fish River Canyon, und der weitläufigste grüne Canyon der Welt dank einer außergewöhnlich dichten subtropischen Vegetation.
Drei Highlights, die du nicht verpassen solltest:
- Die Bourke’s Luck Potholes, zylindrische Kessel, die Flüsse durch Erosion in den Fels gegraben haben
- Die Three Rondavels, drei Felsformationen, deren gerundete Form an traditionelle afrikanische Rundhütten erinnert
- Die Wasserfälle der Lisbon Falls (über 94 m Fallhöhe) und Berlin Falls (über 80 m)
Für Abenteuerlustige gibt es in der Region Zipline und Canyoning. Wer diese Aktivitäten plant, sollte vorher prüfen, ob der Versicherungsschutz auch Abenteuersport abdeckt.

Der Drakensberg-Nationalpark: Wandern und gewaltige Wasserfälle
Der Nationalpark uKhahlamba-Drakensberg, seit 2000 UNESCO-Welterbe, ist ein Gebirgszug an der Grenze zwischen Südafrika und Lesotho. Sein Name bedeutet auf Afrikaans „Drachenberg“, und die Landschaft hält, was er verspricht: Der höchste Gipfel, Thabana Ntlenyana, erreicht 3.482 Meter.
Wanderwege gibt es für alle Schwierigkeitsgrade. Das Amphitheater, ein Felsenkessel auf 2.930 Metern Höhe, bietet eines der spektakulärsten Panoramen des Landes. Von dort stürzen die Tugela Falls zu Tal: In fünf aufeinanderfolgenden Kaskaden überbrücken sie insgesamt 948 Meter Fallhöhe und zählen damit zu den höchsten Wasserfällen der Welt. Im südafrikanischen Sommer laden natürliche Felspools am Fuß der Fälle sogar zum Baden ein.

Kapstadt: Tafelberg, Robben Island und Bo-Kaap
Kapstadt ist oft die erste und beeindruckendste Station. Der Tafelberg, der die Stadt mit seinem markanten flachen Gipfel überragt, lässt sich per Seilbahn oder zu Fuß auf Wanderwegen zwischen 3 und 10 Kilometern Länge erreichen. Der Panoramablick auf die Bucht und den Atlantik vom Gipfel aus ist allein schon die Mühe wert.
Weitere Highlights:
- Robben Island, die Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela achtzehn Jahre inhaftiert war, erreichbar per Fähre vom V&A Waterfront
- Das Kap der Guten Hoffnung an der Spitze der Kaphalbinsel
- Bo-Kaap, das malaiische Viertel mit seinen bunt gestrichenen Häusern, ideal für unvergessliche Reisefotos

Kapstadt verdient mehrere Tage. Strände, Museen, Märkte und Restaurants: Alles findest du in unserem Guide Was tun in Kapstadt.
Die Garden Route: von Kapstadt nach Port Elizabeth
Die Garden Route verläuft über mehrere hundert Kilometer entlang der Südküste Südafrikas, zwischen Kapstadt und Port Elizabeth (Gqeberha). Sie verbindet Strände, Lagunen, dichte Wälder und malerische Küstenstädtchen.
Stationen, die du im Blick behalten solltest:
- Die Cango Caves, eine prähistorische Kalksteinhöhle in der Nähe von Oudtshoorn
- Oudtshoorn, die Straußenhauptstadt mit ihren Straußenfarmen
- Knysna und Plettenberg Bay mit türkisfarbenem Wasser und geschützten Lagunen
- Der Tsitsikamma-Nationalpark, wo der Wald bis ans Meer reicht
- Der Addo-Elephant-Nationalpark, gut erreichbar von Port Elizabeth aus

Wale beobachten in Hermanus
Hermanus, etwa 120 Kilometer südöstlich von Kapstadt, gilt als einer der besten Orte der Welt, um Glattwale von der Küste aus zu beobachten, ohne überhaupt ein Boot besteigen zu müssen. Von Juli bis Anfang November suchen Dutzende Wale die Bucht auf, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Der beste Beobachtungszeitraum liegt im September und Oktober.
Ein offizieller „Walausrufer“ meldet die Positionen der Tiere während der gesamten Saison von den Klippen aus. Für ein noch näheres Erlebnis legen Bootsausflüge vom örtlichen Hafen ab.

Käfigtauchen mit Weißen Haien in Gansbaai
Etwa dreißig Kilometer von Hermanus entfernt ist das Fischerdorf Gansbaai einer der wenigen Orte der Welt, an denen man dem Weißen Hai aus einem getauchten Käfig heraus begegnen kann. Mehrere Anbieter veranstalten halbtägige Ausfahrten vom Hafen, die streng reguliert sind (DFFE-Verhaltenskodex, jährliche Käfigzertifizierung durch einen zugelassenen Ingenieur).
Nichts für jedermann, aber wer es wagt, trägt die Erinnerung ein Leben lang mit sich.

Die Cape Winelands: Bergweingüter in Stellenbosch und Franschhoek
Weniger als eine Autostunde von Kapstadt entfernt produzieren die Cape Winelands nahezu alle großen Weine Südafrikas. Zwei Orte teilen sich die Hauptrolle.
Stellenbosch ist von mehr als 150 Weingütern umgeben. Die Cape-Dutch-Architektur, die jahrhundertealten Eichen an den Straßen und die Universität machen die Stadt zu einem lohnenswerten Aufenthalt weit über die Weinkeller hinaus.
Franschhoek (wörtlich „die französische Ecke“) wurde im 17. Jahrhundert von hugenottischen Flüchtlingen gegründet. Das Tal beherbergt Gourmetrestaurants und Handwerksbetriebe. Die Wine Tram, eine Straßenbahn, die etwa zehn Weingüter anfährt, ist eine originelle Möglichkeit, sie zu entdecken, ohne selbst ans Steuer zu müssen.

iSimangaliso Wetland Park: Wassersafari im Reich der Nilpferde
Der iSimangaliso Wetland Park, seit 1999 UNESCO-Welterbe, schützt 397.000 Hektar außergewöhnlicher Ökosysteme in KwaZulu-Natal: Korallenriffe, Sandstrände, Dünen, Sümpfe, Mündungsgebiete und Mangrovenwälder.
Die St.-Lucia-Mündung beherbergt rund 1.200 Nilpferde. Bootskreuzfahrten ermöglichen es, sie aus sicherem Abstand zu beobachten, zusammen mit Krokodilen und einer bemerkenswerten Vogelwelt. Es ist einer der wenigen Orte der Welt, an dem Nashorn, Elefant, Nilpferd und Quastenflosser im selben Ökosystem zusammenleben.

Alle praktischen Infos vor der Reise (Visum, Gesundheit, Währung, Einreiseformalitäten) und passende Versicherungsleistungen findest du auf unserer Seite Reiseversicherung Südafrika.
FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Südafrika?
Die Antwort hängt von deinem Reiseprogramm ab. Für die Safari im Kruger ist die Trockenzeit (Mai bis September) ideal: Die Vegetation ist weniger dicht, die Tiere versammeln sich an den Wasserstellen und die Temperaturen sind angenehmer. Für die Wale in Hermanus musst du zwischen Juli und Anfang November reisen, mit einem Höhepunkt im September und Oktober. Für Kapstadt und die Garden Route bietet der südafrikanische Sommer (Oktober bis April) die besten Bedingungen an der Küste.
Wie viel Zeit sollte ich für eine Südafrika-Reise einplanen?
Zwei Wochen reichen, um Kapstadt, die Garden Route, die Cape Winelands und den Kruger miteinander zu verbinden. Wer zusätzlich den Drakensberg, iSimangaliso und Johannesburg einplanen möchte, sollte eher drei Wochen einkalkulieren.
Kann man Südafrika ohne Mietwagen bereisen?
Fernbusse wie der Baz Bus verbinden bestimmte Stationen auf der Garden Route ohne eigenes Fahrzeug. Ein Mietwagen bleibt aber die praktischste Lösung, um die Etappen frei zu kombinieren, insbesondere für den Zugang zu den Nationalparks.
Welche Tiere kann man außerhalb des Kruger sehen?
Nashorn und Elefant findet man auch in anderen Reservaten wie Hluhluwe-iMfolozi oder dem Addo-Park. Wale und Pinguine lassen sich an der Atlantikküste beobachten, Nilpferde in iSimangaliso. Die Tierwelt Südafrikas ist außergewöhnlich vielfältig und in vielen Regionen des Landes zugänglich.





