Italien vereint in einem einzigen Land, was andere ein Leben lang suchen: antike Ruinen auf der UNESCO-Welterbeliste, die bedeutendsten Renaissancegalerien der Welt, atemberaubende Küsten und eine Küche, die allein schon die Reise rechtfertigt. Hier sind die 20 Erlebnisse, die einen Platz in deinem Reiseplan verdienen, nach Regionen geordnet, damit du dein Reiseprogramm leichter zusammenstellen kannst.
Rom, die ewige Stadt
Achtundzwanzig Jahrhunderte Geschichte übereinander geschichtet, und das alles zu Fuß erkundbar. Rom ist die einzige Stadt der Welt, in der Antike, mittelalterliches Christentum und Barock auf wenigen Hundert Metern nebeneinander existieren.
1. Das Kolosseum
Unter den Kaisern Vespasian und Titus im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut, fasste das Flavische Amphitheater nach historischen Schätzungen zwischen 50.000 und 80.000 Zuschauer, die nach sozialem Rang auf Marmortribünen Platz nahmen. Heute kannst du in die Hypogäen hinabsteigen: die unterirdischen Gänge, in denen Gladiatoren und Tiere auf ihren Auftritt in der Arena warteten.

2. Der Petersdom und die Vatikanstadt
Die größte Kirche der Welt, über mehrere Jahrzehnte von Renaissancearchitekten entworfen, darunter Michelangelo, dem die Kuppel zu verdanken ist. Von ihrer Spitze aus erstreckt sich Rom bis zum Horizont. Der halbkreisförmige Platz mit seinen Kolonnaden fasst bei großen päpstlichen Zeremonien Hunderttausende von Gläubigen.

3. Die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle
Anfang des 16. Jahrhunderts gegründet, beherbergen die Vatikanischen Museen eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt: griechische und römische Skulpturen, Tapisserien, Kartographien und am Ende des Rundgangs die Sixtinische Kapelle. Das Deckenfresko, das Michelangelo zwischen 1508 und 1512 malte, zählt zu den am häufigsten reproduzierten Werken der gesamten Kunstgeschichte.

4. Das Pantheon
Im 2. Jahrhundert n. Chr. von Kaiser Hadrian erbaut, ist das Pantheon eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke der Welt. Seine Betonkuppel mit 43 Metern Durchmesser, an deren Scheitel ein offenes Oculus den Blick in den Himmel freigibt, ist eine Ingenieursleistung, die Fachleute bis heute fasziniert.

5. Der Trevi-Brunnen
Roms größter Barockbrunnen, ein Werk von Nicola Salvi, 1762 vollendet. Der Überlieferung nach wirft man eine Münze hinein, um sicherzustellen, dass man eines Tages nach Rom zurückkehrt.
6. Die Piazza Navona
Auf dem Gelände eines antiken Stadions aus dem 1. Jahrhundert angelegt, säumt die Piazza Navona drei Brunnen, darunter den berühmten Vierströmebrunnen von Bernini. Ihre gestreckte Form erinnert noch heute an den ursprünglichen Rennkurs.
Unser Guide Was tun in Rom hilft dir dabei, deine Tage in der Hauptstadt zu planen, vom Forum Romanum bis zum Trastevere-Viertel.
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Venedig, die Stadt auf dem Wasser
Venedig ist auf 118 Inseln erbaut, die durch mehr als 400 Brücken miteinander verbunden sind, ohne ein einziges Auto. Man bewegt sich zu Fuß oder per Boot. Allein diese Besonderheit verändert das Erleben der Stadt von Grund auf.
7. Der Canal Grande
Venedigs große Wasserstraße erstreckt sich über rund 3,8 Kilometer vom Bahnhof Santa Lucia bis zum Markusplatz. Das Vaporetto (Wasserbus) ist die günstigste Möglichkeit, ihn zu befahren. Die Paläste an seinen Ufern zeugen von der Handelsmacht der Serenissima im 14. und 15. Jahrhundert.

8. Der Dogenpalast
Jahrhundertelang Sitz der Regierung der Republik Venedig, ist der Dogenpalast ein Meisterwerk venezianischer Gotik. Im Inneren erzählen Tintorettos Fresken, goldverzierte Ratssäle und die Seufzerbrücke, die einst den Palast mit den Gefängnissen verband, sechs Jahrhunderte Machtgeschichte.

9. Der Markusplatz
Der einzige Platz Venedigs, der offiziell den Titel „Piazza“ trägt. Er wird von der Markusbasilika, dem Campanile und den Prokuratien gesäumt. Im Sommer füllt er sich bereits am frühen Morgen: Ein Besuch in der Morgendämmerung ist deutlich angenehmer.

10. Burano, die Insel der bunten Häuser
Burano ist ein Fischerdorf, bekannt für seine leuchtend bemalten Häuserfassaden, das per Vaporetto von Venedig aus erreichbar ist. Die Insel ist außerdem für ihre traditionelle Handspitzenklöppelei bekannt.

Unser Guide Was tun in Venedig stellt die 20 unverzichtbaren Erlebnisse in der Serenissima vor, von den Laguneninseln bis zu nächtlichen Vaporetto-Fahrten.

Florenz und die Toskana
Florenz ist die Stadt von Dante, Botticelli und Michelangelo. Ihr historisches Zentrum steht seit 1982 auf der UNESCO-Welterbeliste. Weniger als 100 km westlich lohnt Pisa einen Abstecher allemal.
11. Die Uffizien
Von den Medici gegründet, versammeln die Uffizien die Meisterwerke der italienischen Renaissance: Botticellis „Primavera“ und „Geburt der Venus“, Michelangelos „Heilige Familie“ sowie Porträts von Leonardo da Vinci. Eine Reservierung mehrere Wochen im Voraus ist in der Saison unbedingt erforderlich.

12. Der Duomo und der Panoramablick über Florenz
Die Kathedrale Santa Maria del Fiore und Brunelleschis Kuppel prägen Florenz’ Silhouette seit dem 15. Jahrhundert. Vom Giotto-Campanile oder von der Kuppel selbst bietet sich ein Panoramablick über die ockerfarbenen Dächer der Stadt und die toskanischen Hügel, der zu den ikonischsten Aussichten Italiens zählt.

13. Pisa und die Piazza dei Miracoli
Der Schiefe Turm von Pisa gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Der Bau begann 1173 und wurde 1372 nach zwei Jahrhunderten unterbrochener Arbeiten abgeschlossen. Die Neigung entstand durch den weichen Untergrund. Die 293 Stufen der Wendeltreppe führen zu einem Panorama über den Dom, das Baptisterium und die toskanische Landschaft.

Mailand, Hauptstadt von Kultur und Stil
Mailand ist Italiens zweitgrößte Stadt nach Einwohnerzahl und die erste nach Wirtschaftskraft. Jenseits von Mode und Design beherbergt sie zwei Sehenswürdigkeiten, die kein Kulturliebhaber verpassen sollte.
14. Die Galleria Vittorio Emanuele II
Zwischen 1865 und 1877 vom Architekten Giuseppe Mengoni erbaut, gehört die Galleria zu den ersten überdachten Einkaufspassagen Europas. Ihr 47 Meter hohes Mittelglasgewölbe beherbergt Luxusboutiquen, historische Cafés und Restaurants. Das Mosaikparkett mit dem Turiner Stier, auf dem es Tradition ist, sich mit einem Hackendreh einen Wunsch zu erfüllen, macht diesen Ort zu weit mehr als einer bloßen Touristenattraktion.

15. Das Teatro alla Scala
Am 3. August 1778 eröffnet, ist die Scala eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Die Opernsaison beginnt traditionell am 7. Dezember, dem Festtag des Heiligen Ambrosius, Mailands Schutzpatrons. Außerhalb der Vorstellungen bietet das Theatermuseum Zugang zu Kulissen, historischen Kostümen und fünf Jahrhunderten Operngeschichte.

Die Küsten: von Ligurien bis Kampanien
Italien verfügt über mehr als 7.000 km Küstenlinie. Drei Regionen im Besonderen vereinen eindrucksvolle Naturschönheit mit UNESCO-Welterbe.
16. Die Cinque Terre
Fünf Dörfer, die an die Felsen der ligurischen Riviera geklammert wirken: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Seit 1997 UNESCO-Welterbe, sind sie durch einen Küstenpfad verbunden, der durch Weinberge und Oliventerrassen in Hanglage führt.

17. Die Amalfiküste
Seit 1997 UNESCO-Welterbe, erstreckt sich die Amalfiküste zwischen Positano und Vietri sul Mare. Die Dörfer thronen über türkisblauem Wasser und sind durch eine kurvenreiche Küstenstraße verbunden, die selbst schon ein Erlebnis ist. Ravello mit seinen Hängegärten, allen voran die Villa Rufolo und die Villa Cimbrone, bietet einen spektakulären Blick auf die Küste.

18. Pompeji
Im Jahr 79 n. Chr. unter der Asche des Vesuvs begraben, ist Pompeji die am besten erhaltene archäologische Stätte der römischen Antike. Seine 22 Hektar Straßen, Häuser, Thermen und Geschäfte, wie in der Zeit eingefroren, stehen seit 1997 auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Gelände empfing 2024 insgesamt 4,17 Millionen Besucher; seit November 2024 ist der Zugang auf 20.000 Besucher täglich begrenzt. Reserviere online, bevor du aufbrichst.

Natur und Kulturerbe: Seen und Gärten Italiens
19. Der Comer See
Von Bergen und Villen mit neoklassizistischen Fassaden umgeben, ist der Comer See einer der spektakulärsten Voralpenseen Europas. Bellagio, am Zusammenlauf der beiden Seearme gelegen, lässt sich bequem per Boot von Como oder Varenna aus erkunden.

20. Die Gärten der Villa d’Este in Tivoli
Nur 30 km von Rom entfernt, zählen die Gärten der Villa d’Este zu den schönsten Beispielen italienischer Gartenkunst weltweit. Im 16. Jahrhundert für Kardinal Ippolito d’Este angelegt, entfalten sie auf mehreren Hektar Hanglage Terrassen, monumentale Brunnen und Wasserspiele. Die Anlage steht seit 2001 auf der UNESCO-Welterbeliste.

Deinen Reiseplan für Italien aufstellen
Diese 20 Stationen entsprechen zwei bis drei Wochen Reise in einem angenehmen Tempo. Für Fahrten zwischen den Städten verbindet der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa (Trenitalia) Rom, Florenz, Mailand und Neapel rasch miteinander. Ein Auto bleibt unverzichtbar für die ländliche Toskana, die Amalfiküste und die Seenregionen.
Um mehrere Regionen in einer einzigen Reise zu verbinden, schlägt unser Guide Roadtrip durch Italien Routen passend zur Länge deines Aufenthalts vor.
Sieh dir vor der Abreise unsere Seite zur Reiseversicherung Italien an, um alles zu Einreiseformalitäten, empfohlenem Krankenversicherungsschutz und praktischen Landesinfos zu erfahren.
FAQ
Was ist die beste Reisezeit für Italien?
Frühling (April-Mai) und Herbst (September-Oktober) bieten den besten Kompromiss: angenehme Temperaturen, weniger Menschenmassen als im Hochsommer und günstigere Unterkunftspreise außerhalb der Hauptsaison. Der Sommer eignet sich hervorragend für die Küsten, doch in den großen Städten kann es im Juli und August sehr heiß und voll werden.
Wie viel Zeit sollte ich für meinen ersten Italienurlaub einplanen?
Die klassische Route Rom-Florenz-Venedig lässt sich in 8 bis 10 Tagen in komfortablem Tempo absolvieren (3 Nächte in Rom, 2 in Florenz, 2 in Venedig). Wer die Cinque Terre, die Amalfiküste oder die norditalienischen Seen hinzufügen möchte, sollte mindestens zwei Wochen einplanen.
Sollte man das Kolosseum und die Uffizien im Voraus buchen?
Ja, für beide. In der Hauptsaison können die Wartezeiten am Kolosseum ohne Reservierung mehr als zwei Stunden betragen. Die Uffizien sind im April, Mai und Juli oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. Am besten online buchen, sobald der Reiseplan steht.
Was ist das praktischste Verkehrsmittel zwischen den italienischen Städten?
Der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa (Trenitalia) verbindet Rom, Florenz, Mailand und Neapel schnell miteinander. Ein Auto ist weiterhin notwendig für die ländliche Toskana, die Amalfiküste und die Seenregionen.
Brauche ich eine Reiseversicherung für Italien?
Italien gehört zur Europäischen Union. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) deckt einen Teil der Behandlungskosten im öffentlichen Sektor, übernimmt jedoch keine Behandlungen in Privatkliniken, keinen Krankenrücktransport und keine Reiserücktrittskosten. Eine Reiseversicherung schließt diese Lücken. Alle praktischen Details und Einreiseformalitäten findest du auf unserer Seite zur Reiseversicherung Italien.





