Honduras vereint in einem einzigen Land weltklassige Maya-Ruinen, einige der artenreichsten Korallenriffe der Karibik, nahezu unberührten Dschungel und eine lebendige Kultur, die von den Garifunas und Lencas geprägt wird. Weniger besucht als die Nachbarländer Guatemala oder Costa Rica, bewahrt das Land eine in Mittelamerika seltene Ursprünglichkeit.
Meine Honduras-Reise versichernAuf den Spuren der alten Maya
1. Durch die Ruinen von Copán schlendern, seit 1980 UNESCO-Welterbe
Copán ist eines der Juwele der klassischen Maya-Zivilisation. Seit 1980 auf der UNESCO-Welterbeliste, liegt die archäologische Stätte in einem bewaldeten Tal im Westen von Honduras, nur wenige Kilometer von der guatemaltekischen Grenze entfernt. Pyramiden, zeremonielle Terrassen, große Plätze und fein gemeißelte Stelen zeugen von der künstlerischen Raffinesse der Stadt, die zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte.

2. Die Hieroglyphentreppe entziffern, die längste bekannte Maya-Inschrift
Im Herzen der Anlage erhebt sich die Hieroglyphentreppe, die um 755 n. Chr. vom fünfzehnten Herrscher von Copán vollendet wurde. Ihre mehr als 1.800 in die Setzstufen gemeißelten Glyphen machen sie zur längsten bislang entdeckten Maya-Inschrift: eine Bibliothek aus Stein, die die Genealogie der Könige der Stadt und die wichtigsten Kapitel ihrer Dynastiegeschichte festhält.
Kolonialstädte und honduranische Kultur
3. Durch das Kopfsteinpflaster von Gracias bummeln
Gracias wurde im 16. Jahrhundert gegründet und war kurzzeitig die erste Hauptstadt des spanischen Mittelamerikas. Seine bunten Gassen und die Fortaleza de San Cristóbal, die zum Schutz vor Überfällen errichtet wurde, machen es zu einer der am besten erhaltenen Kolonialstädte von Honduras.

4. Im Nationalpark Celaque auf den höchsten Gipfel von Honduras steigen
Der Nationalpark Celaque, wenige Kilometer von Gracias entfernt, beherbergt den höchsten Punkt von Honduras. Die Wanderung zum Gipfel dauert zwei Tage und führt durch einen Nebelwald voller Orchideen, in dem der Quetzal heimisch ist.
5. Comayagua und seine Kathedrale mit Kolonialschätzen besuchen
Comayagua war drei Jahrhunderte lang die Kolonialhauptstadt von Honduras und besitzt eine bemerkenswerte Kathedrale. In ihr befindet sich eine astronomische Uhr aus dem 12. Jahrhundert, die als eine der ältesten noch funktionstüchtigen Uhren der Welt gilt.

6. Tegucigalpa erkunden, die zwischen Bergen eingebettete Hauptstadt
Tegucigalpa ist reizvoller, als ihr Ruf vermuten lässt. Das Nationalmuseum der Identität, die Basilika von Suyapa und das koloniale Stadtzentrum verdienen einen ganzen Tag. Alles Praktische zu Visum, Impfungen und Einreiseformalitäten findest du auf unserer Seite Reiseversicherung Honduras.

7. Lenca-Kunsthandwerk in Valle de Ángeles stöbern
Nur 22 km von Tegucigalpa entfernt ist Valle de Ángeles dem honduranischen Kunsthandwerk gewidmet. Holzschnitzereien, Töpferwaren, Textilien mit Lenca-Motiven und Silberschmuck gibt es auf Freiluftmärkten zu erschwinglichen Preisen.

Die Karibikküste: Strände, Mangroven und Garifunas
8. Die Laguna de Los Micos im Nationalpark Jeannette Kawas erkunden
Tela ist das Eingangstor zum Nationalpark Jeannette Kawas, der die Laguna de Los Micos schützt: eine per Kajak oder Einbaum zugängliche Mangrovenlagune, in der Brüllaffen, Manatis und Hunderte tropischer Vogelarten leben.

9. In die Garifuna-Kultur eintauchen
Die Garifunas erreichten die Küsten von Honduras am 12. April 1797, nachdem sie von den Briten von der Insel St. Vincent deportiert worden waren. Es gelang ihnen, ihre Sprache, ihre Rhythmen (die Punta) und eine auf Meeresfrüchten und Maniok basierende Küche zu bewahren. Die Garifuna-Dörfer zwischen Tela und Trujillo heißen neugierige Reisende willkommen.
10. La Ceiba als Ausgangspunkt nutzen
La Ceiba ist der logistische Knotenpunkt der Nordküste: Fähren zu den Islas de la Bahía legen hier regelmäßig ab, und lokale Agenturen organisieren von hier aus Ausflüge zum Pico Bonito und zum Río Cangrejal.

Die Islas de la Bahía: Tauchen, Schnorcheln und weißer Sand
11. Am Riff von Roatán tauchen, dem zweitgrößten Barriereriff der Welt
Roatán ist die größte und am besten erschlossene der Islas de la Bahía. Ihre Gewässer verlaufen entlang des zweitgrößten Barriereriffs der Welt. Die Tauchstelle West End Wall bringt Meeresschildkröten, Stachelrochen, Barrakudas und farbenprächtige Korallen schon in wenigen Metern Tiefe zusammen, zugänglich für Taucher aller Erfahrungsstufen.


12. Mit Walhaien bei Utila schwimmen
Utila ist einer der seltenen Orte der Welt, an denen Walhaie das ganze Jahr über anzutreffen sind, mit einem Beobachtungshöhepunkt von März bis Mai. Die Insel gilt zudem als einer der günstigsten Orte weltweit, um den PADI Open Water-Tauchschein zu erwerben.

13. Auf die Cayos Cochinos entfliehen, das geschützte Meeresarchipel
Die Cayos Cochinos bilden ein zum nationalen Meeresschutzgebiet erklärtes Archipel. Auf der Insel Chachahuate empfängt eine Garifuna-Gemeinschaft Besucher bei einem Mahl aus frischem Fisch und vermittelt einen Einblick in das traditionelle Inselleben.

Nationalparks, Seen und Urwälder
14. Im Nationalpark Pico Bonito wandern
Der Nationalpark Pico Bonito erstreckt sich über mehr als 500 km² im Norden von Honduras. Seine Wege führen durch feuchte Tropenwälder, in denen Brüllaffen, Tukane und Kolibris leben. Mit etwas Glück begegnet man dem Quetzal in den höheren Lagen.


15. Den Río Cangrejal beim Rafting hinunterfahren
Der Río Cangrejal stürzt die Flanken des Pico Bonito bis La Ceiba hinab und bietet Stromschnellen der Klassen II bis V. Er ist eine der besten Rafting-Strecken Mittelamerikas, begleitet von erfahrenen einheimischen Guides.

16. Mehr als 407 Vogelarten am Lago de Yojoa beobachten
Der Lago de Yojoa ist der größte natürliche See von Honduras. In seinem Einzugsgebiet wurden mehr als 407 Vogelarten nachgewiesen: Motmots, Tukane, Trupiale und Reiher lassen sich besonders leicht bei Sonnenaufgang beobachten, eingebettet in eine Landschaft aus Vulkanen und Arabica-Kaffeeplantagen.

17. Hinter die Pulhapanzak-Wasserfälle (43 m) tauchen
Wenige Kilometer vom Lago de Yojoa entfernt stürzen die Pulhapanzak-Wasserfälle aus 43 Metern Höhe in ein natürliches Becken, umgeben von Wald. Man kann am Fuß der Fälle schwimmen und sich mit einem lokalen Guide in die natürlichen Höhlen vorwagen, die das Wasser hinter dem Wasservorhang ausgehöhlt hat.
18. Die Mosquitia und den Río Plátano entdecken
Die Mosquitia gehört zu den unberührtesten Tropenwäldern Mittelamerikas. Das UNESCO-Biosphärenreservat Río Plátano schützt eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Man erreicht es per Motorpiroge von Dörfern wie Brus Laguna aus und fährt den Fluss zwischen ursprünglichen Baumkronen hinauf.


19. Kapuzineraffen, Quetzals und Meeresschildkröten beobachten
Die Tierwelt von Honduras gehört zu den reichhaltigsten Mittelamerikas. Kapuziner- und Brüllaffen bevölkern die Wälder des Pico Bonito und der Mosquitia. Meeresschildkröten legen in der Saison auf bestimmten Karibikstränden Eier ab. Der Quetzal nistet in den Nebelwäldern von Celaque.

Honduras zeigt auch ein trockeneres Gesicht im Südwesten: Rund um den Golfo de Fonseca, den sich Honduras, El Salvador und Nicaragua teilen, prägen aride Vulkanlandschaften und Fischergemeinden eine Pazifikküste, die vom Tourismus noch kaum entdeckt wurde.

20. Baleadas und die honduranische Küche probieren
Baleadas, Weizentortillas gefüllt mit schwarzen Bohnen, Sahne und Käse, sind das Nationalgericht und werden zu jeder Tageszeit gegessen. An der Karibikküste dominieren Sopa de Caracol (Muschelsuppe mit Kokosmilch), Ceviche de Camarones und gegrillter Fisch die Tische. Der Arabica-Kaffee aus der Region Copán genießt auf den Exportmärkten einen ausgezeichneten Ruf.

Für weitere Reiseideen in Mittel- und Lateinamerika findest du unsere Guides Was tun in Guatemala, dem Nachbarland mit gemeinsamem Maya-Erbe, Was tun in Bolivien für Südamerika und die Highlights von Chile für Landschaften in einer anderen Dimension.
FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Honduras?
Die Trockenzeit von November bis Mai ist für die meisten Regionen am angenehmsten. Zum Tauchen auf den Islas de la Bahía bieten April und Mai die beste Sicht. Walhaie bei Utila lassen sich von März bis Mai am häufigsten beobachten, obwohl das ganze Jahr über Tiere anzutreffen sind.
Ist Honduras für Touristen gefährlich?
Wie in jeder Destination Mittelamerikas ist Vorsicht angebracht. Touristische Gebiete wie Roatán, Copán Ruinas und Tela gelten als gut besucht und vergleichsweise sicher. Es empfiehlt sich, vor der Reise die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu lesen und eine Reiseversicherung abzuschließen, die medizinische Kosten und Rücktransport abdeckt.
Wie kommt man in Honduras von A nach B?
Die Nordküste (La Ceiba, Tela, San Pedro Sula) ist per Bus und Shuttle gut erreichbar. Die Islas de la Bahía erreicht man per Fähre von La Ceiba nach Roatán und Utila (ca. eine Stunde Überfahrt) oder per Flugzeug ab San Pedro Sula. Die abgelegenere Mosquitia ist per Kleinflugzeug ab La Ceiba oder per Boot ab Palacios zugänglich.
Kann man in Honduras ohne Vorkenntnisse tauchen?
Ja. Utila und Roatán gehören zu den günstigsten Orten der Welt, um den PADI Open Water-Schein zu machen; Anfängerkurse werden auf beiden Inseln das ganze Jahr über angeboten.
Welche Einreiseformalitäten sind vor der Reise nach Honduras zu beachten?
Alle praktischen Informationen zu Visum, empfohlenen Impfungen, Währung und Reiseversicherung findest du in unserem Guide Reiseversicherung Honduras, der alle aktuellen Formalitäten bündelt.





