Ungarn vereint in einem einzigen Land, was Reisende in Mitteleuropa suchen: eine spektakuläre Donauhauptstadt, dampfende Thermen zu jeder Jahreszeit, weitläufige, von der UNESCO geschützte Steppenlandschaften, Kalksteinhöhlen und Dörfer, die die Zeit angehalten zu haben scheinen. Hier sind die 20 Erlebnisse, die du nicht verpassen solltest, von Budapest bis in die entlegene Puszta.
Jetzt Angebot für meine Ungarn-Reiseversicherung holenBudapest: 9 Highlights in der Hauptstadt
Budapest ist eine Doppelstadt: Buda mit seinen Hügeln und historischen Denkmälern liegt Pest gegenüber, der flachen, lebendigen Seite. Beide Ufer lassen sich zu Fuß, per Rad oder mit dem Boot auf der Donau erkunden. Die meisten klassischen Sehenswürdigkeiten sind in 3 bis 4 Tagen zu schaffen.

Für eine Viertel-für-Viertel-Erkundung der Hauptstadt findest du in unserem ausführlichen Budapest-Reiseführer eine detaillierte Route.
1. Das ungarische Parlament
Zwischen 1885 und 1904 nach den Plänen von Imre Steindl erbaut, ist das ungarische Parlament eines der größten Parlamentsgebäude der Welt. Seine neugotische Fassade mit Spitztürmen und einer zentralen Kuppel spiegelt sich bei Sonnenuntergang auf der Donau. Die Führung im Inneren ermöglicht es, die Stephanskrone und die prächtige Haupttreppe aus rotem Marmor zu bewundern.

2. Burgpalast und Fischerbastei
Als UNESCO-Welterbe thront der Burgpalast auf dem Burgberg am rechten Donauufer. Er beherbergt die Ungarische Nationalgalerie und das Stadtgeschichtliche Museum. Nur wenige Schritte entfernt bietet die Fischerbastei, eine neuroromanische Terrasse mit sieben Türmchen, die die sieben Gründungsstämme Ungarns symbolisieren, einen 360-Grad-Blick über die Hauptstadt.

3. Der Heldenplatz
Zum Jahrtausend des ungarischen Staates 1896 angelegt, versammelt der Heldenplatz (Hősök tere) eine Kolonnade mit Reiterstandbildern der sieben magyarischen Stammesführer und der großen Könige Ungarns. Das Museum der Schönen Künste und die Kunsthalle Budapest rahmen ihn zu beiden Seiten ein.

4. Die Stephansbasilika
Die dem ersten christlichen König Ungarns geweihte Stephansbasilika erreicht eine Höhe von 96 Metern, exakt so hoch wie das Parlament: eine bewusste Geste für das Gleichgewicht zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Ihre mit Mosaiken und Goldverzierungen geschmückte Innenkuppel lässt den Blick unweigerlich nach oben wandern. Auf dem Vorplatz steht eine Bronzestatue des Heiligen Königs vor der korinthischen Säulenfassade.


5. Die Große Synagoge in der Dohány utca
1859 im neomaurischen Stil erbaut, ist die Große Synagoge Budapest die größte Synagoge Europas. Im angrenzenden Garten erinnert ein Holocaust-Mahnmal eindringlich an die Geschichte des VII. Bezirks, des jüdischen Viertels.
6. Die Széchenyi-Therme
Ungarn zählt knapp 300 Thermalquellen. Die Széchenyi-Therme, in einem neobarocken Palastgebäude am Rand des Stadtparks (Városliget) untergebracht, gehört zu den bekanntesten Budapests: drei Außenbecken, aus denen selbst im Winter Dampf aufsteigt, und prachtvoll verzierte Innenbecken.

7. Die Ruinenbars im jüdischen Viertel
Anfang der 2000er-Jahre in verlassenen Gebäuden des VII. Bezirks entstanden, sind die Ruinenbars (romkocsmák) Budapests originellste kulturelle Erfindung. Der Szimpla Kert ist ihr Wahrzeichen: zusammengewürfelte Möbel, rankende Pflanzen, Graffiti und Konzerte in einem Innenhof unter freiem Himmel. Am besten früh am Abend besuchen, um die Atmosphäre ohne Gedränge zu genießen.

8. Die Große Markthalle
1897 erbaut, ist die Große Markthalle (Nagy Vásárcsarnok) der größte überdachte Markt Budapests. Paprika, Würste, Lángos (Frittierkrapfen), Stickereien: Hier findest du das ideale Mitbringsel aus Ungarn. Die gepflasterten Straßen rundherum laden zwischen Läden und neoklassischen Fassaden zum Schlendern ein.

9. Die Margareteninsel und ihre Gärten
Mitten in der Donau gelegen, ist die Margareteninsel (Margit-sziget) Budapests grüne Lunge: Rund 2,5 Kilometer lassen sich zu Fuß oder per Rad erkunden, mit Thermen, einem Musikbrunnen, mittelalterlichen Ruinen und gepflegten Gärten für eine wohlverdiente Auszeit.

Der Balaton und seine Umgebung
10. Der Balaton, das Binnenmeer der Ungarn
Mit 80 Kilometern Länge ist der Balaton der größte Süßwassersee Mitteleuropas. Die Ungarn nennen ihn ihr „Binnenmeer“. Im Sommer beleben Strände und quirlige Dörfer seine Ufer. Außerhalb der Saison zeigt der See eine ruhigere Seite: Angelausflüge am Ufer und Wanderungen in den umliegenden Hügeln enthüllen ein ganz anderes Gesicht.


11. Der Hévíz-See, einzigartig in Europa
Nur wenige Kilometer vom Balaton entfernt wird der Hévíz-See von einer tiefen Thermalquelle gespeist, die das Wasser das ganze Jahr über natürlich warm hält, selbst bei Schnee. Es ist der größte natürliche Thermalwassersee Europas, in dem man zwischen riesigen Seerosen im Morgendunst schwimmt.
Das Donauknie
12. Esztergom, das katholische Herz Ungarns
Als erste Hauptstadt des Landes beherbergt Esztergom die größte Basilika Ungarns. Seit Jahrhunderten ist die Stadt der offizielle Sitz der ungarischen katholischen Kirche, und ihre Kuppel, die man von Kilometern Entfernung erkennt, thront über der Donau gegenüber dem slowakischen Ufer.

13. Visegrád, die Burg in den Wolken
Die Ruinen der Burg von Visegrád, auf 350 Metern über der Donau gelegen, bieten eines der eindrucksvollsten Panoramen der Region. Im 13. Jahrhundert von König Béla IV. zum Schutz der Donau errichtet, wurde sie später zur Sommerresidenz von König Matthias Corvinus, einem der gefeiertsten Herrscher der ungarischen Geschichte.

Städte abseits der Hauptstadt
14. Eger, die Festungsstadt der Rotweine
Im Nordosten Ungarns gelegen, ist Eger berühmt für seine mittelalterliche Burg, deren ungarische Garnison 1552 das osmanische Heer zurückschlug, sowie für seinen Rotwein Egri Bikavér („Stierblut“). Die barocke Altstadt gehört zu den besterhaltenen des Landes, mit cremefarbenen Fassaden und dem nördlichsten osmanischen Minarett Europas.

15. Pécs, tausend Jahre Einflüsse
Von den Römern gegründet und durch 150 Jahre osmanischer Herrschaft geprägt, hat Pécs viele Schichten der Geschichte aufgestapelt. Seine frühchristliche Nekropole aus dem 4. Jahrhundert steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Gazi-Kasim-Pascha-Moschee, heute eine katholische Kirche, thront im Zentrum des Hauptplatzes. Die im 14. Jahrhundert gegründete Universität ist eine der ältesten Mitteleuropas.
16. Sopron, das Juwel an der österreichischen Grenze
Sopron hat eines der besterhaltenen historischen Altstadtzentren Ungarns bewahrt: mittelalterliche Kopfsteinpflastergassen, Barockbauten und ein reiches kulturelles Erbe. Der Feuerwachturm (Tűztorony) bietet einen Blick über die Dächer der Altstadt und die bewaldeten Hügel an der österreichischen Grenze.
Landschaft, Natur und UNESCO-Stätten
17. Hollókő, ein Dorf aus einer anderen Zeit
Als UNESCO-Welterbe gehört Hollókő zu den besterhaltenen Dörfern Mitteleuropas. Seine Fachwerkhäuser und gepflasterten Gässchen zeigen die traditionelle ungarische Volksarchitektur in ihrer ursprünglichen Form. Am Osterwochenende tragen die Bewohner alte Trachten, und das Dorf verwandelt sich in ein lebendiges Gemälde.

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18. Der Nationalpark Hortobágy, die große Puszta
Als erster Nationalpark Ungarns erstreckt sich Hortobágy über mehr als 74.000 Hektar natürlicher Graslandschaft, einer der letzten großen Steppen Europas. Als UNESCO-Welterbe ist der Park auch ein bedeutendes Vogelschutzgebiet, wo sich Reiher, Störche und Kraniche während der Zugzeiten versammeln.


Nachts genießt Hortobágy eine Sternenhimmel-Zertifizierung: Die fehlende Lichtverschmutzung macht es zu einem der besten Orte Mitteleuropas für astronomische Beobachtungen.

19. Die Aggteleker Tropfsteinhöhlen
Das Aggteleker Karstgebiet bildet eines der beeindruckendsten unterirdischen Höhlensysteme Mitteleuropas und ist das einzige Naturerbe Ungarns auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Baradla-Höhle beherbergt einige der größten Stalaktiten Europas. Dank der außergewöhnlichen natürlichen Akustik der unterirdischen Kammern werden dort Konzerte klassischer Musik veranstaltet.

20. Tokaj und die Weinstraße
Die Region Tokaj im Nordosten Ungarns produziert seit Jahrhunderten einen der gefeiertsten Weine Europas: den Aszú, einen goldenen Süßwein. Die Weinlandschaft, die zum UNESCO-Welterbe gehört, zeichnet Weinrebenreihen auf vulkanischen Hügeln. Die Felskeller, von einem für die Reifung nützlichen Pilz geschwärzt, können das ganze Jahr über besucht werden.
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FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Ungarn?
Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) bieten die besten Bedingungen: angenehme Temperaturen, weniger Touristenströme und wechselnde Landschaften. Der Sommer ist ideal für den Balaton, aber heiß und in Budapest sehr belebt. Im Winter laden Thermen und Weihnachtsmärkte dazu ein, die Kälte zu genießen.
Wie viel Zeit braucht man für Ungarn?
Eine Woche reicht, um Budapest (3 bis 4 Tage) mit dem Balaton und einer Provinzstadt zu kombinieren. Zwei Wochen öffnen den Weg zum Donauknie, nach Eger, Pécs und zu den großen Naturdenkmälern wie Hortobágy oder den Aggteleker Höhlen.
Ist Ungarn teuer für deutsche Reisende?
Ungarn ist deutlich günstiger als Westeuropa. Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Unterkunft liegen im Schnitt weit unter deutschen Preisen, was das Land zu einem zugänglichen Reiseziel für die meisten Budgets macht.
Welche UNESCO-Welterbestätten hat Ungarn?
Ungarn hat acht UNESCO-Welterbestätten: das historische Budapest mit den Donauufern, das Dorf Hollókő, die Aggteleker Tropfsteinhöhlen (einziges Naturdenkmal), der Nationalpark Hortobágy, die Benediktinerabtei Pannonhalma, die Kulturlandschaft Fertő/Neusiedlersee, die Weinregion Tokaj und die frühchristliche Nekropole von Pécs.
Braucht man eine Reiseversicherung für Ungarn?
Ungarn ist Mitglied der Europäischen Union: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) deckt einen Teil der Gesundheitsversorgung vor Ort. Sie übernimmt jedoch keine Kosten für medizinischen Rücktransport, Stornierungen oder verloren gegangenes Gepäck. Eine umfassende Reiseversicherung ist sinnvoll, um entspannt in den Urlaub zu starten. Alle Leistungen und Informationen findest du auf unserer Seite zur Ungarn-Reiseversicherung.





