Island vereint auf engstem Raum aktive Vulkane, riesige Gletscher, Geysire, Nordlichter und schwarze Sandstrände. Eine Rundreise von 7 bis 10 Tagen reicht, um die wichtigsten Highlights zu entdecken: vom Goldenen Ring über den wilden Norden bis zur Südküste und den Westfjorden.
Meine Reise sorglos planenDer Goldene Ring: drei Highlights an einem Tag
Der Goldene Ring ist die klassische Einstiegsroute ab Reykjavik. An einem einzigen Tag bündelt er drei Naturphänomene, die sich nirgendwo sonst auf der Welt gemeinsam erleben lassen.
Þingvellir ist der einzige Ort der Welt, an dem der Riss zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen tektonischen Platte unter freiem Himmel sichtbar ist. Der UNESCO-Welterbe-Nationalpark bietet außerdem Trockentauchgänge im Silfra-Riss, dessen Wasser von außergewöhnlicher Klarheit ist.
Der Geysir Strokkur in der geothermischen Zone von Geysir bricht alle 6 bis 10 Minuten aus und schleudert das Wasser 15 bis 20 Meter in die Höhe, bei den kräftigsten Ausbrüchen sogar bis zu 40 Meter.
Der Wasserfall Gullfoss stürzt in zwei Stufen in eine tiefe Schlucht und ist ebenso ohrenbetäubend wie visuell beeindruckend.

Vatnajökull und die Gletscherlagune Jökulsárlón
Der Nationalpark Vatnajökull beherbergt den gleichnamigen Gletscher, den größten Europas. An seinem Rand liegt die Gletscherlagune Jökulsárlón, einer der meistfotografierten Orte Islands: Eisblöcke in Blau- und Weißtönen treiben gemächlich dahin, bevor sie den Atlantik erreichen. Amphibienboottouren bringen dich bis auf wenige Meter heran.
Im Winter führen zertifizierte Guides durch natürliche Eishöhlen, die sich im Inneren des Gletschers bilden. Ihre Wände zeigen jahrtausendealte Vulkanascheschichten, die tief im blauen Eis eingefroren sind.

Die Halbinsel Snæfellsnes
Snæfellsnes, auch „Island im Miniaturformat“ genannt, vereint auf 100 Kilometern alles, was das Land auf Tausenden von Kilometern verteilt: Vulkane, Gletscher, Basaltfelsen, schwarze Sandstrände und Fischerdörfer. Der eisgekrönte Vulkan Snæfellsjökull hat Jules Verne zu seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ inspiriert.
Die Basaltsäulen von Gerðuberg, die Klippen von Lóndrangar und der schwarze Sandstrand Djúpalónssandur gehören zu den eindrucksvollsten Stopps der Route. Die Halbinsel ist außerdem einer der besten Orte Islands, um Wale von der Küste aus zu beobachten.

Wichtig für August 2026: Die Halbinsel Snæfellsnes ist einer der besten Beobachtungspunkte für die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026, die einzige totale Finsternis, die im 21. Jahrhundert in Island zu sehen sein wird. In Hellissandur dauert die Totalität 2 Minuten und 7 Sekunden. Unterkünfte und Ausflüge sind Monate im Voraus ausgebucht.
Berg Kirkjufell und die Nordlichter
Kirkjufell mit seiner markanten Pyramidensilhouette und den Kirkjufellsfoss-Wasserfällen zu seinen Füßen ist eine der meistfotografierten Kulissen Islands. Im Winter tanzen Nordlichter über dem Gipfel und machen diesen Ort zu einem der faszinierendsten im ganzen Land.
Nordlichter sind von September bis April sichtbar, wenn die isländischen Nächte dunkel genug sind. Die hohe Sonnenaktivität im Jahr 2026 erhöht die Chancen auf besonders beeindruckende Lichtspiele erheblich.

Der Mývatn-See und der wilde Norden
Der Mývatn-See ist von Vulkankratern, Pseudokratern und bizarr geformten Lavaformationen umgeben. Das Naturschutzgebiet Mývatn beherbergt eine der weltweit größten Konzentrationen brütender Entenarten. In der Nähe:
- Dettifoss, gilt als der mächtigste Wasserfall Europas
- Godafoss, der „Wasserfall der Götter“, leichter erreichbar und genauso spektakulär
- Húsavík, Islands Hochburg für die Buckelwalbeobachtung (April bis Oktober)
Die Mývatn-Bäder (Mývatn Nature Baths) bieten eine ruhigere Alternative zur Blue Lagoon, eingebettet in unberührte Vulkanlandschaft.

Die Westfjorde: das unbekannte Island
Die Westfjorde (Vestfjörður) sind die abgelegenste Region Islands. Die Berge fallen direkt in schmale Fjordarme ab, und das Naturschutzgebiet Hornstrandir ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Das Städtchen Ísafjörður bietet eine gemütliche Basis, um das Leben der Einheimischen kennenzulernen.
Die Klippen von Látrabjarg beherbergen eine der größten Seevogelkolonien Europas: Papageitaucher, Tordalken und Dreizehenmöwen nisten dort jeden Sommer.

Der Felsbogen Dyrhólaey und die Südküste
An der Südküste, nahe Vík, erhebt sich der Felsbogen Dyrhólaey über dem Atlantik, eingerahmt von schwarzen Klippen und kraftvollen Wellen. Vom Gipfel aus schweift der Blick über endlose schwarze Sandstrände. Ganz in der Nähe ist der Strand Reynisfjara berühmt für seine sechseckigen Basaltsäulen und unberechenbaren Wellen (Baden ist dort verboten).
Nahe Seljalandsfoss ermöglicht ein Pfad, hinter den Wasserfall zu treten, ein in Europa einzigartiges Erlebnis.

Die Geothermalbäder
Die Blue Lagoon ist das bekannteste Thermalbad Islands. Ihr milchig-weißes, an Silizium reiches Wasser hält eine Temperatur von 37 bis 39 °C, eingebettet in eine schwarze Lavalandschaft. Eine Online-Buchung mehrere Wochen im Voraus ist unbedingt erforderlich: die Zeitfenster sind schnell vergriffen.
Wer es ruhiger mag, findet in den Mývatn-Bädern im Norden oder den wilden Quellen von Landmannalaugar (im Sommer mit dem Allradfahrzeug erreichbar) einen noch unmittelbareren Kontakt mit Islands geothermaler Natur.

Wann nach Island reisen?
Island lässt sich das ganze Jahr über bereisen, doch jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Charakter:
- Juni bis August: Mitternachtssonne, geöffnete Wanderwege, Papageitaucher und Wale kehren zurück
- September bis November: erste Nordlichter, stimmungsvolles Herbstlicht, weniger Touristen
- Dezember bis März: Nordlichter auf dem Höhepunkt, Eishöhlen in den Gletschern zugänglich
- April bis Mai: vom Schneeschmelzwasser angeschwollene Wasserfälle, die Natur erwacht
Wenn du zwischen mehreren Sommerzielen überlegst, vergleicht unser Artikel Sommerurlaub: Griechenland, Zypern oder Island die saisonalen Stimmungen. Für weitere nordische Reiseziele ähnlicher Art ergänzt unser Reiseführer Was tun in Norwegen diesen Überblick hervorragend.
Alles rund um Einreiseformalitäten und medizinische Absicherung findest du auf unserer Seite Reiseversicherung Island.
FAQ
Wann ist die beste Jahreszeit, um Nordlichter in Island zu sehen?
Nordlichter sind von Ende August bis April sichtbar, wenn die isländischen Nächte dunkel genug sind. September bis März bietet die besten Bedingungen. Die hohe Sonnenaktivität im Jahr 2026 erhöht die Chancen auf besonders beeindruckende Lichtspiele.
Wie viel Zeit sollte man für einen Islandbesuch einplanen?
7 bis 10 Tage reichen, um die wichtigsten Highlights zu entdecken: Goldener Ring, Südküste, Vatnajökull und Snæfellsnes. Für die Westfjorde und den Norden (Mývatn, Húsavík) solltest du 12 bis 14 Tage einplanen.
Kann man den Goldenen Ring an einem Tag von Reykjavik aus erkunden?
Ja. Die klassische Route (Þingvellir, Geysir, Gullfoss) lässt sich problemlos an einem Tag absolvieren. Ein früher Aufbruch gibt dir genügend Zeit, jeden Ort in Ruhe zu genießen.
Ist Island ein teures Reiseziel?
Island gehört zu den teuersten Reisezielen Europas. Ein Mietwagen, Übernachtungen in Gästehäusern und selbst zubereitete Mahlzeiten helfen, das Budget im Griff zu behalten. Für 2026 empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung: Die Sonnenfinsternis am 12. August treibt die Nachfrage nach Unterkünften im Westen des Landes in die Höhe.
Welche Risiken sollte man vor einer Islandreise im Blick haben?
Die größten Risiken gehen von der Natur aus: Gebirgsstraßen, wechselhaftes Wetter, gefährliche Wellen an manchen Stränden wie Reynisfjara. Krankenversicherungsschutz und Rücktransport sind für Outdoor-Aktivitäten in teils sehr abgelegenen Gebieten unerlässlich. Unsere Seite Reiseversicherung Island stellt die passenden Versicherungsoptionen vor.





