Mexiko hält ein seltenes Versprechen: Auf einem einzigen Reiseziel wechselst du zwischen jahrtausendealten Pyramiden, türkisfarbenen Karibikstränden, barocken Kolonialstädten und tropischen Wäldern. Dieser Reiseführer zeigt dir 20 unvergessliche Erlebnisse, vom Yucatán bis zu den Schluchten des Nordens, ob du 10 Tage oder 3 Wochen mitbringst. Alles rund um Einreiseformalitäten, empfohlene Impfungen und deine medizinische Absicherung vor Ort findest du auf unserer Seite Reiseversicherung Mexiko.

Die Maya- und Aztekenstätten: fünf Städte, die dem Zahn der Zeit trotzen
1. Teotihuacán: hinauf auf die Spitze der Sonnenpyramide
Rund 50 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt liegt Teotihuacán, eine der größten präkolumbianischen Städte des amerikanischen Kontinents. Das UNESCO-Weltkulturerbe bietet die Sonnenpyramide (65 Meter hoch), die Mondpyramide und mehr als 2.000 Bauwerke entlang der Allee der Toten. Am besten besuchst du das Gelände früh am Morgen, um das schräge Licht auf den Ruinen zu genießen, bevor der große Besucheransturm einsetzt.

2. Chichén Itzá: eines der sieben neuen Weltwunder
2007 zum Weltwunder gewählt und seit 1988 UNESCO-Weltkulturerbe: Der Kukulcán-Tempel (El Castillo) ist die bekannteste Maya-Pyramide der Welt. Zur Frühjahrs- und Herbst-Tagundnachtgleiche wirft die Konstruktion einen Schattenverlauf, der eine Schlange zeigt, die die Nordtreppe hinabgleitet, ein astronomisches Phänomen, das die Maya-Baumeister mit höchster Präzision berechnet haben. Zum Gelände gehören außerdem ein heiliger Cenote, in dem die Maya Opfergaben versenkten, ein riesiger Ballspielplatz und das Observatorium El Caracol.

3. Tulum: die einzige Maya-Stadt mit Blick auf die Karibik
Tulum ist einzigartig in der Maya-Welt: Ihre Festungsmauern überragen eine Klippe direkt über dem Karibischen Meer. Als aktiver Handelshafen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert verband die Stadt religiöse Funktionen mit maritimem Handel in einer außergewöhnlichen Naturkulisse. Von den Ruinen aus bietet sich ein Blick auf das türkisfarbene Meer und den weißen Sandstrand, der zu den meistfotografierten Panoramen Mexikos zählt.

4. Palenque: Maya-Inschriften im Herzen des Chiapas-Dschungels
Palenque taucht in den dichten Dschungel von Chiapas ein. Der Tempel der Inschriften beherbergt das Grab des Herrschers K’inich Janaab’ Pakal, das 1952 entdeckt wurde, sowie eine der längsten bekannten Maya-Hieroglypheninschriften. Die Architektur des Geländes mit ihren Kraggewölben und fein gearbeiteten Flachreliefs, die hauptsächlich aus dem 7. Jahrhundert stammen, gilt als einer der vollendetsten Ausdrücke der klassischen Maya-Kunst.

5. Monte Albán und Mitla: die zapotekischen Städte von Oaxaca
Monte Albán ist eine der frühesten großen mesoamerikanischen Städte und UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einem Berggrat 400 Meter über dem Oaxaca-Tal gelegen, bietet sie einen 360-Grad-Panoramablick auf die umliegenden Berge. Rund 45 Kilometer entfernt besticht Mitla durch geometrische Steinmosaik-Friese, deren verschlungene Muster in der präkolumbianischen Architektur Mexikos einzigartig sind.

6. Mexiko-Stadt: Museen, Kunst und Küche
Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt, UNESCO-Weltkulturerbe, vereint auf wenigen Straßen die Kathedrale Metropolitana, den Zócalo, die 1978 ausgegrabenen Ruinen des aztekischen Templo Mayor sowie Kolonialpaläste mit monumentalen Wandgemälden von Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros.
Das Museo Nacional de Antropología beherbergt die größte Sammlung präkolumbianischer Kunst der Welt, darunter den berühmten aztekischen Sonnenstein. Die mexikanische Küche, seit 2010 immaterielles UNESCO-Kulturerbe, erlebt man an jeder Straßenecke: Tacos al pastor, Tlayudas, Tamales und handwerklicher Mezcal machen die kulinarische Szene so lebendig wie zugänglich.

Die Kolonialpaläste und Herrenhäuser des historischen Zentrums bewahren Interieurs von bemerkenswertem ornamentalen Reichtum, die vom Glanz Neuspaniens zeugen.

Unser Reiseführer Was tun in Mexiko-Stadt zeigt dir Viertel für Viertel die besten Museen, Märkte und Highlights der Hauptstadt.
Mein Reiseversicherungsangebot anfordernDie Halbinsel Yucatán: Meer, Cenoten und Artenvielfalt
7. Cancún: das Eingangstor zum Yucatán
Cancún erstreckt sich auf einem Sandstreifen, der das Karibische Meer von der Lagune Nichupté trennt, was die einzigartige Türkisfarbe erklärt, die man von oben sieht. Die Hotelzone bietet direkten Strandzugang und bequeme Ausgangspunkte für Ausflüge nach Chichén Itzá, an die Riviera Maya und nach Tulum.

8. Die Riviera Maya: Riffe, Strände und Dschungel
Von Cancún bis Tulum folgt die Riviera Maya dem Mesoamerikanischen Barriere-Riff, dem zweitgrößten Korallenriffsystem der Welt. Playa del Carmen, Akumal und Puerto Morelos sind ideale Stützpunkte, um Schnorcheln, Tauchen und Ausflüge zu den Maya-Stätten im Landesinneren zu kombinieren. Der Ökoparkpark Xcaret, einige Kilometer südlich von Playa del Carmen, bietet eine Begegnung mit der mexikanischen Fauna und Flora sowie Vorführungen präkolumbianischer Traditionen.

9. Die Cenoten: die heiligen Brunnen der Maya
Die Halbinsel Yucatán beherbergt rund 10.000 Cenoten, natürliche Süßwasserbrunnen, die durch den Einsturz des Kalksteindecks über unterirdischen Flüssen entstehen. Die Maya betrachteten sie als Portale zur Götterwelt und versenkten dort Opfergaben. Cenote Dos Ojos (nahe Tulum), Cenote Ik Kil (nahe Chichén Itzá) und Grand Cenote gehören zu den zugänglichsten zum Schwimmen und Schnorcheln, mit ganzjährig rund 24 °C warmem Wasser.
10. Das Sian-Ka’an-Reservat: 528.000 Hektar unberührter Natur
Sian Ka’an bedeutet auf Maya „dort, wo der Himmel entsteht“. Dieses 528.148 Hektar große Biosphärenreservat ist seit 1987 UNESCO-Weltnaturerbe. Es vereint Tropenwälder, Mangroven, Lagunen und Korallenriffe und ist Heimat von Manatis, Krokodilen, Jaguaren und mehr als 300 Vogelarten. Der Zugang erfolgt ausschließlich per Boot oder Geländefahrzeug, was das Ökosystem nahezu unberührt erhält.

Unser Spezialartikel zeigt dir, wie du das Sian-Ka’an-Reservat in Mexiko am besten erkundest.
11. Tauchen mit Meeresschildkröten und Walhaien
In Akumal ernähren sich Grüne und Echte Karettschildkröten in Seegraswiesen, die du direkt vom Strand aus schwimmend erreichst. Vor Cozumel gehören die Korallengründe zu den reichsten Tauchgebieten der westlichen Hemisphäre. Zwischen Mai und September versammeln sich Walhaie, die größten Fische der Welt und völlig harmlose Filtrierer, vor Holbox, um Plankton zu fressen: Geführte Schnorcheltouren von der Insel ermöglichen es dir, mit ihnen zu schwimmen.


Chiapas: Dschungel, Wasserfälle und indigene Kulturen
12. Die Wasserfälle von Agua Azul und Misol-Ha
Unweit von Palenque bilden die Wasserfälle von Agua Azul eine Abfolge türkisfarbener Becken, die durch im Wasser schwebende Kalksteinablagerungen ihre ungewöhnliche Farbe erhalten. Der Wasserfall Misol-Ha stürzt in ein weites, rundes Becken, umrahmt von dichter tropischer Vegetation. Beide Sehenswürdigkeiten lassen sich hervorragend in eine zwei- bis dreitägige Chiapas-Tour einbinden, kombiniert mit dem Besuch von Palenque.

13. San Cristóbal de Las Casas: Kolonialstadt auf 2.000 Metern Höhe
Auf 2.000 Metern in den Bergen von Chiapas gelegen, ist San Cristóbal de Las Casas der Treffpunkt zwischen kolonialem Mexiko und den indigenen Kulturen der Tzotzil und Tzeltal. Handbestickte Textilmärkte, die schamanische Kirche San Juan de Chamula, wo Maya-Riten und Katholizismus ineinandergreifen, und bunte Gassen machen die Stadt zu einem unverzichtbaren Halt auf jeder Mexiko-Route.
Der Bundesstaat Oaxaca: Küche, Kunsthandwerk und Landschaft
14. Oaxaca: die kulinarische Hauptstadt Mexikos
Oaxaca bietet eine außergewöhnliche Küche: Mole negro, Tlayudas, handwerklicher Mezcal sowie die Märkte Benito Juárez und 20 de Noviembre sind die zugänglichsten Einstiegspunkte. Das koloniale historische Zentrum von Oaxaca ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe. Im Juli vereint das Guelaguetza-Festival die 16 indigenen Völker des Bundesstaates zu Aufführungen traditioneller Tänze und Musik.

15. Hierve el Agua: die versteinerten Wasserfälle der Sierra
Eine Fahrstunde von Oaxaca entfernt bietet Hierve el Agua ein geologisches Unikat: Mineralreiche Quellen haben über Jahrtausende versteinerte Kaskadenformationen geschaffen, die auf 1.500 Metern Höhe über das Tal hinausragen. Die natürlichen Becken am Rande der Klippen laden zum Baden mit Panoramablick über die Sierra ein.

16. Guanajuato: die Stadt der bunten Gassen
Ehemals weltgrößtes Zentrum der Silberförderung, ist Guanajuato UNESCO-Weltkulturerbe. Seine bunten Häuser klammern sich an die Hügelhänge, die engen Gassen münden in blühende Plätze, und ein Netz unterirdischer Tunnel, ehemalige Kanäle, die zu Straßen umgebaut wurden, verleiht der Stadt eine Geographie ohne Vergleich in Mexiko. Das Festival Internacional Cervantino im Oktober macht Guanajuato zu einem der wichtigsten Kulturereignisse Lateinamerikas.

Die Pazifikküste
17. Puerto Vallarta: der Malecón und die Bahía de Banderas
Puerto Vallarta hat eine seltene Balance zwischen Kolonialarchitektur und Strandleben bewahrt. Die Uferpromenade Malecón, gesäumt von zeitgenössischen Skulpturen und Palmen, erstreckt sich auf mehreren Kilometern entlang der Bahía de Banderas. Zwischen Dezember und März ist diese Bucht eines der besten Ziele weltweit, um Buckelwale auf ihrer Wanderung zu beobachten.

18. Acapulco: La Quebrada und die Pazifikbucht
Acapulco ist untrennbar mit La Quebrada verbunden, wo Klippentaucher von mehr als 30 Metern Höhe in das felsige Wasser unten springen und ihren Absprung mit den Wellen synchronisieren. Das Fort San Diego, im 18. Jahrhundert zum Schutz des Hafens vor Piraten erbaut, und die Sonnenuntergänge über der Bucht runden den Besuch ab.

19. Los Cabos: am Schnittpunkt von Cortez-Meer und Pazifik
An der Spitze der Baja California vereint Los Cabos zwei gegensätzliche Städte: das koloniale und beschauliche San José del Cabo sowie das auf Hochseefischen und Strandleben ausgerichtete Cabo San Lucas. Der Arco de Cabo San Lucas, eine natürliche Felsformation am Schnittpunkt von Cortez-Meer und Pazifischem Ozean, zählt zu den meistfotografierten Symbolen Mexikos. Das Cortez-Meer, von Jacques-Yves Cousteau als „Aquarium der Welt“ bezeichnet, bietet hervorragende Bedingungen zum Tauchen und zur Walbeobachtung.
20. Die Barrancas del Cobre: die Schluchten des Nordens
In der Sierra Madre Occidental des Bundesstaates Chihuahua bilden die Barrancas del Cobre (Kupferschluchten) ein Netz aus sechs Schluchten, das flächenmäßig den amerikanischen Grand Canyon übertrifft. Der Zug El Chepe (Ferrocarril Chihuahua al Pacífico) verbindet Chihuahua mit Los Mochis auf 673 Kilometern, überquert dabei 37 Brücken und 86 Tunnel und durchquert schwindelerregende Schluchten mit atemberaubender Landschaft. Er gilt als eine der spektakulärsten Eisenbahnstrecken Nordamerikas.


FAQ
Was ist die beste Reisezeit für Mexiko?
Die Trockenzeit von November bis April bietet in den meisten Landesteilen die besten Bedingungen. An den Karibikküsten und auf der Halbinsel Yucatán sind Regen und Hurrikane von November bis Mai wenig wahrscheinlich. An der Pazifikküste erstreckt sich die Trockenzeit ebenfalls von November bis Mai. Im Landesinneren (Mexiko-Stadt, Oaxaca, Guanajuato) ist es das ganze Jahr über angenehm, mit einer Regenzeit von Juni bis September. Für einen Vergleich sonniger Reiseziele im Winter gibt dir unser Reiseführer Im Februar in die Sonne weitere Ideen.
Wie viel Zeit braucht man, um Mexiko richtig zu erkunden?
Zwei Wochen reichen, um entweder die Halbinsel Yucatán und Mexiko-Stadt oder die Pazifikküste und Oaxaca abzudecken. Mit drei Wochen lassen sich beide Hauptrouten kombinieren. Jede Region (Yucatán, Chiapas, Oaxaca, Jalisco, Norden) bietet für sich genommen eine vollständige Reiseroute, was Mexiko zu einem Land macht, das man idealerweise auf mehreren Reisen entdeckt.
Welche Route für 10 Tage in Mexiko?
Ein Klassiker für 10 Tage: Mexiko-Stadt (2 bis 3 Tage mit Ausflug nach Teotihuacán) kombiniert mit der Halbinsel Yucatán (7 Tage), Flug nach Cancún, Riviera Maya, Tulum, Chichén Itzá und Mérida. Diese Route vereint Maya-Stätten, Strände und Stadtkultur in einer einzigen stimmigen Reiseroute.
Sind die Cenoten für alle zugänglich?
Die meisten für Besucher geöffneten Cenoten sind mit Treppen, Schwimmhilfen und Schwimmwesten ausgestattet, die auch Anfängerschwimmer problemlos nutzen können. Schnorcheln ist ohne Zertifizierung möglich. Die Erkundung unterirdischer Höhlensysteme (geschlossene Cenoten) erfordert hingegen eine Höhlentauchzertifizierung und einen erfahrenen Guide. Es wird empfohlen, im Wasser keine Sonnencreme zu verwenden, um das Ökosystem zu schützen.
Kann man in Mexiko mit Walhaien schwimmen?
Walhaie versammeln sich zwischen Mai und September vor Holbox und der Küste von Quintana Roo, mit einem Höhepunkt im Juli und August. Geführte Schnorcheltouren von Holbox und Cancún ermöglichen es dir, sicher mit ihnen zu schwimmen: Diese Tiere, die größten Fische der Welt, ernähren sich ausschließlich von Plankton und sind für Menschen völlig harmlos.





