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Auslandspraktikum vorbereiten: die Checkliste

Anto · 29. August 2024 · 0 Min. Lesezeit

Student mit Koffer und Reisepass bereit für sein Auslandspraktikum
Inhaltsverzeichnis
  1. Den richtigen Praktikumsplatz finden: so geht’s
  2. Praktikumsvertrag: das Dokument, das alles ins Rollen bringt
  3. Visum und Aufenthaltserlaubnis: je nach Zielland planen
  4. Das Auslandspraktikum finanzieren
  5. Gesundheit und Risiken im Ausland absichern
  6. Unterkunft rechtzeitig sichern
  7. Budget planen: diese Posten nicht vergessen
  8. Sprache und Kultur des Gastlandes
  9. Dokumente vor der Abreise: die Checkliste
  10. FAQ
  11. Reicht die EHIC für ein Auslandspraktikum?
  12. Fördert Erasmus+ auch Praktika?
  13. Welche Dokumente brauche ich für ein Praktikumsvisum?
  14. Brauche ich für ein Auslandspraktikum zwingend einen Praktikumsvertrag?
  15. Wie finde ich eine Unterkunft für ein Auslandspraktikum?

Ein Auslandspraktikum will Monate im Voraus geplant sein: Unterschriebener Praktikumsvertrag, erteiltes Visum, gesicherte Unterkunft und aktiver Versicherungsschutz müssen vor dem Abflug alle stimmen. Wer strukturiert vorgeht, vermeidet Stress in letzter Minute und reist entspannt los.

Den richtigen Praktikumsplatz finden: so geht’s

Lege zunächst zwei Parameter fest: das angestrebte Berufsfeld und die gewünschte Region. Plattformen wie ErasmusIntern.org, GoAbroad oder LinkedIn bieten Tausende Angebote in allen Branchen. Das Praktikumsbüro deiner Hochschule ist dabei ein wertvoller Anlaufpunkt: Es kennt Partnerunternehmen und erleichtert die akademische Anerkennung des Praktikums.

Eine Frau plant ihre Reise am Laptop, mit Dokumenten und Reisepass auf dem Schreibtisch

Ein paar praktische Tipps:

  • Passe deinen Lebenslauf dem lokalen Standard an (Europass-Format in Europa, einseitige Kurzversion in den USA)
  • Schreibe ein prägnantes Motivationsschreiben, das zeigt, was du dem Unternehmen bringst
  • Bereite Videointerviews mit möglicher Zeitverschiebung gut vor

Starte die Suche mindestens sechs Monate vor dem geplanten Abreisedatum. Wenn Europa dich reizt, findest du in unseren Europareise-Ideen für den Sommer erste Inspirationen.

Praktikumsvertrag: das Dokument, das alles ins Rollen bringt

Der dreigliedrige Praktikumsvertrag (Praktikant, Hochschule, Gastunternehmen) ist der Ausgangspunkt jeder Auslandsmobilität. Ohne ihn lassen sich die anderen Schritte, wie Visum, Gruppenversicherung und Fördermittel, nicht anstoßen.

Bei Praktika außerhalb der Europäischen Union muss das Akademische Auslandsamt deiner Hochschule den Vertrag in der Regel zusätzlich zum regulären Praktikumsbüro genehmigen. Plane diese zusätzliche Zeit ein.

Visum und Aufenthaltserlaubnis: je nach Zielland planen

Die Situation unterscheidet sich je nach Zielland:

Innerhalb der Europäischen Union: Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger brauchst du kein Visum. In nahezu allen Mitgliedsstaaten reichen ein gültiger Personalausweis oder Reisepass aus.

Außerhalb der Europäischen Union: Jedes Land hat eigene Anforderungen. Der Antrag wird bei der zuständigen Botschaft oder dem Konsulat gestellt und erfordert in der Regel einen gültigen Reisepass, die Zusage des Unternehmens, einen Einkommensnachweis sowie eine Versicherungsbestätigung. Die Bearbeitungszeiten variieren von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten: Unterschätze diesen Schritt nicht.

Das Auslandspraktikum finanzieren

Mehrere Programme können die Kosten der Auslandsmobilität deutlich senken:

Erasmus+-Stipendium: Dieses Programm fördert nicht nur Studienaufenthalte, sondern auch Praktika in teilnehmenden europäischen Ländern und bestimmten Partnerländern. Die monatliche Förderung liegt je nach Zielland in der Regel zwischen 300 € und 700 €. Das Stipendium lässt sich mit einem einkommensabhängigen Fördersatz sowie dem Auslands-BAföG kombinieren. Die genauen Beträge und Fristen erfährst du beim Akademischen Auslandsamt deiner Hochschule.

Auslands-BAföG: Wer im Inland BAföG erhält, kann für den Auslandsaufenthalt erhöhte Fördersätze beantragen. Die Förderung lässt sich mit dem Erasmus+-Stipendium kombinieren.

Regionale und institutionelle Förderung: Viele Bundesländer und Kommunen stocken nationale Förderprogramme auf. Deine Hochschule ist der beste Ausgangspunkt, um diese Möglichkeiten zu erkunden.

Gesundheit und Risiken im Ausland absichern

Das ist oft der am meisten unterschätzte Teil der Vorbereitung, bis der Tag kommt, an dem ein Krankenhausaufenthalt im Ausland eine happige Rechnung nach sich zieht.

In der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ermöglicht dir den Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung zu denselben Konditionen wie Einheimische. Beantrage sie bei deiner Krankenkasse einige Wochen vor der Abreise. Wichtig: Sie deckt weder Rücktransport noch Haftpflicht ab, also prüfe deinen Vertrag entsprechend.

Außerhalb dieser Länder: Eine internationale Krankenversicherung ist unverzichtbar. Sie muss Krankheitskosten und Krankenhausaufenthalte, medizinischen Rücktransport sowie Haftpflicht abdecken. In manchen Ländern ist sie sogar Voraussetzung für das Visum: In den USA verlangt das J-1-Visum für Praktikanten eine Versicherung, die genauen Kriterien entspricht.

Deine Hochschule kann eine Gruppenversicherung anbieten. Prüfe aber unbedingt, ob sie dein Zielland und die gesamte Praktikumsdauer abdeckt, bevor du dich darauf verlässt.

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Unterkunft rechtzeitig sichern

Lass die Unterkunftssuche nicht auf die lange Bank. Die häufigsten Optionen:

  • Unterkunft vom Unternehmen: Frage direkt bei der Zusage nach, manche Betriebe haben Kooperationen mit Wohnheimen
  • Studentenwohnheime: Manchmal auch für Praktikanten zugänglich, ohne lokale Immatrikulation
  • WG-Zimmer über lokale oder internationale Plattformen
  • Airbnb für die ersten Wochen, bis eine dauerhafte Lösung vor Ort gefunden ist

Melde dich sofort nach der Zusage bei deinem Gastunternehmen: Es kennt oft die praktischsten Lösungen für Praktikanten.

Budget planen: diese Posten nicht vergessen

Erfasse alle absehbaren Ausgaben:

  • Hin- und Rückreise sowie lokale Transportmittel
  • Unterkunft (Kaution und Miete)
  • Lebensmittel und alltägliche Ausgaben
  • Reiseversicherung
  • Visumgebühren und Verwaltungskosten
  • Freizeitaktivitäten und kulturelle Erlebnisse

Plane einen finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes ein: verspätete Überweisungen, dringende Reparaturen oder kurzfristige Umbuchungen kommen schneller als gedacht.

Sprache und Kultur des Gastlandes

Auch wenn dein Praktikum auf Englisch läuft, machen ein paar Stunden in der Landessprache vor dem Abflug deinen Alltag deutlich angenehmer. Apps wie Duolingo oder Babbel ermöglichen kontinuierliches Lernen. Für einen Aufenthalt von mehreren Monaten lohnt sich außerdem ein Intensivsprachkurs vor der Abreise.

Ein Auslandspraktikum bedeutet auch, eine Kultur von innen zu erleben. Mehr dazu findest du in unserem Artikel Reisen, um zu verstehen, nicht nur um zu sehen.

Dokumente vor der Abreise: die Checkliste

Bevor du den Koffer zupackst, prüfe, ob du folgendes dabei hast:

  • Gültiger Reisepass (prüfe die vom Zielland geforderte Mindest-Restgültigkeitsdauer)
  • Visum oder Aufenthaltserlaubnis, falls erforderlich
  • Unterschriebener Praktikumsvertrag (Original und digitale Kopie)
  • Versicherungsnachweis (Krankenversicherung, Rücktransport, Haftpflicht)
  • EHIC bei Reisen in die EU oder den EWR
  • Zusage oder Vertrag des Unternehmens
  • Kopien von Zeugnissen und Notenübersichten
  • Kontaktdaten des Unternehmens, der HR-Ansprechperson und deiner Unterkunft
  • Notrufnummer deiner Versicherung (im Handy speichern)

Speichere digitale Kopien aller Dokumente in einem Cloud-Speicher, auf den du jederzeit per Smartphone zugreifen kannst.

FAQ

Reicht die EHIC für ein Auslandspraktikum?

Die EHIC deckt dringende medizinische Versorgung in den Ländern der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, und zwar in öffentlichen Einrichtungen zu lokalen Tarifen. Rücktransport und Haftpflicht sind nicht eingeschlossen. Für einen vollständigen Schutz empfiehlt sich je nach Zielland und Vertragsumfang eine ergänzende Reiseversicherung.

Fördert Erasmus+ auch Praktika?

Ja. Das Erasmus+-Stipendium deckt sowohl Studienaufenthalte als auch Praktika in teilnehmenden europäischen Ländern und bestimmten Partnerländern ab. Die monatliche Förderung liegt je nach Zielland in der Regel zwischen 300 € und 700 €. Alle Beträge und Bewerbungsfristen erfährst du beim Akademischen Auslandsamt deiner Hochschule.

Welche Dokumente brauche ich für ein Praktikumsvisum?

In der Regel werden folgende Unterlagen verlangt: gültiger Reisepass, Zusage des Unternehmens, Einkommensnachweis, Versicherungsbestätigung und je nach Land der Praktikumsvertrag. Die Anforderungen unterscheiden sich von Land zu Land: Wende dich frühzeitig an die zuständige Botschaft oder das Konsulat, da die Bearbeitungszeit von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern kann.

Brauche ich für ein Auslandspraktikum zwingend einen Praktikumsvertrag?

Ja, bei einem geregelten Pflichtpraktikum. Der dreigliedrige Vertrag, unterzeichnet von Praktikant, Hochschule und Gastunternehmen, ist die Grundlage aller weiteren Schritte. Ohne ihn können in der Regel weder Fördermittel (Erasmus+, Auslands-BAföG) noch Gruppenversicherungen der Hochschule aktiviert werden.

Wie finde ich eine Unterkunft für ein Auslandspraktikum?

Frage zuerst bei deinem Gastunternehmen nach: Manche bieten Unterkünfte an oder haben Kooperationen mit Wohnheimen. Deine Hochschule verfügt möglicherweise über lokale Kontakte. Allgemeine Plattformen eignen sich gut für die ersten Wochen, bis vor Ort ein WG-Zimmer gefunden ist.

Quellen

  • Das Erasmus+-Stipendium für ein Praktikum liegt in der Regel zwischen 300 € und 700 € pro Monat je nach Zielland und kann mit dem einkommensabhängigen Fördersatz sowie dem Auslands-BAföG kombiniert werden. etudiant.gouv.fr
  • Praktikumsvertrag, EHIC und administrative Schritte (Visum, Haftpflicht, Rücktransport) sind für ein Auslandspraktikum verpflichtend, wobei die Verfahren außerhalb der EU deutlich aufwändiger sind. diplomeo.com
  • Das US-amerikanische J-1-Visum für Praktikanten erfordert eine internationale Versicherung nach genauen Kriterien; diese muss Krankheitskosten, Rücktransport und Haftpflicht abdecken. april.fr