Sevilla vereint das Beste Andalusiens auf einem Gebiet, das sich bequem zu Fuß erkunden lässt: ein UNESCO-Palast, eine der größten gotischen Kathedralen der Welt, blumengeschmückte Gassenviertel, lebendiger Flamenco und eine Küche voller Charakter. Drei bis vier Tage reichen, um die Highlights zu sehen, vorausgesetzt, du buchst deine Tickets vor der Abreise online.
Jetzt meine Reiseversicherung für Spanien abschließenDer Alcázar: der Königspalast, der noch immer bewohnt wird
Ab dem 10. Jahrhundert als almohadeische Festung errichtet, ist der Alcázar von Sevilla ein noch immer genutzter Königspalast: Die spanische Königsfamilie residiert hier noch heute. Sieben Jahrhunderte baulicher Veränderungen haben eine einzigartige Architektur entstehen lassen, die Mudéjar-, Gotik- und Renaissancestil vereint, mit Marmorsäulenhöfen, Springbrunnen, ziseliertem Stuckwerk und labyrinthischen Gärten, aus denen man nicht unberührt herauskommt. Das UNESCO-Weltkulturerbe diente zudem als Kulisse für die Serie Game of Thrones.
Die Untergeschosse halten eine Überraschung bereit: die Baños de Doña María de Padilla, eine mittelalterliche Gewölbegalerie, in der das Wasser noch schimmert und ein beeindruckendes Spiegelbild der aufeinanderfolgenden gotischen Bögen erzeugt.

Praktische Informationen: Eintritt 21 € für Erwachsene (14-64 Jahre), 12,50 € ermäßigt (Studenten und Senioren), 1 € für Kinder. Zugang zu den Königsgemächern im Obergeschoss: +5,50 €. Geöffnet von 9:30 bis 19:00 Uhr (April bis September) und von 9:30 bis 17:00 Uhr (Oktober bis März). Kapazität auf 750 gleichzeitige Besucher begrenzt: Buche online, die Plätze sind an stark besuchten Tagen schnell vergriffen.
Die Kathedrale von Sevilla und die Giralda
Die Catedral de Santa María de la Sede zählt zu den größten Kathedralen der Welt. Im Inneren gehören das Grabmal des Christoph Kolumbus, symbolisch von vier Königen getragen, und der vergoldete Hochaltaraufsatz zu den beeindruckendsten Kunstschätzen Spaniens.

Das Erlebnis, das in Erinnerung bleibt, ist der Aufstieg zur Giralda: Das ehemalige almohadeische Minarett aus dem 12. Jahrhundert, heute Glockenturm, bietet eine sanfte Rampe (ohne Stufen) bis auf 70 Meter Höhe. Der Blick über die Dächer Sevillas ist allein die Reise wert.

Praktische Informationen: Online-Ticket 14 € (15 € an der Kasse), ermäßigt 7 € online (8 € an der Kasse). Das Ticket umfasst den Aufstieg zur Giralda und den Zugang zur Iglesia del Salvador, gültig 7 Tage. Die Kassen sind oft schon ab 11 Uhr ausverkauft: Buche online.
Santa Cruz und Triana: zwei Viertel, zwei Welten
Santa Cruz, das ehemalige jüdische Viertel
Santa Cruz ist ein Labyrinth aus gepflasterten Gassen, blumengeschmückten Innenhöfen und kleinen schattigen Plätzen. Wer sich durch dieses Gewirr treiben lässt, stößt auf Tapas-Bars ohne Schild und ohne englische Speisekarte: Hier verbirgt sich die Seele des Viertels. Abends verwandeln das Licht an den weiß getünchten Fassaden und die Musik aus den Bars das Viertel in eine lebendige Kulisse, durch die man wunderbar schlendern kann.
Triana, das Viertel der Töpfer und des Flamenco
Überquere die Puente de Triana und entdecke dieses Handwerker- und Musikerviertel am linken Ufer des Guadalquivir. Triana gilt historisch als Wiege der sevillanischen Keramik, wovon die Töpferwerkstätten noch heute zeugen. Schlendere durch den überdachten Mercado de Triana, genieß ein Glas in einer Quartierskneipe und lass dich von einer Atmosphäre einfangen, die irgendwo zwischen Boheme und Tradition liegt.

Die Plaza de España: ein Fotomotiv, das seinesgleichen sucht
1929 für die Iberoamerikanische Ausstellung errichtet, ist die Plaza de España ein halbrunder Bogen aus ockerfarbenem Backstein, Kacheln und kleinen Kanälen. Jede spanische Provinz ist mit einem Azulejo-Panel vertreten: Such dir deine. Eine Bootsfahrt auf den Kanälen begeistert die Kinder. Der Platz öffnet sich zum Parque María Luisa, einer der angenehmsten Grünanlagen der Stadt, um der Mittagshitze zu entkommen.

Das Metropol Parasol (Las Setas): das andere Sevilla
Als Las Setas (die Pilze) bekannt, wirkt dieses Bauwerk aus Brettschichtholz, das 2011 auf der Plaza de la Encarnación eingeweiht wurde, wie ein zeitgenössisches Raumschiff, das mitten in der Altstadt gelandet ist. Steig auf den Panoramapfad und genieß den Blick über die Dächer Sevillas. Darunter zeigt das archäologische Museum Antiquarium römische und mittelalterliche Funde aus den Fundamentgrabungen: ein faszinierender Kontrast zwischen zwei Jahrtausenden Geschichte.

Flamenco in Sevilla: so erlebst du ihn richtig
Sevilla ist die Heimat des Flamenco, und eine Vorstellung in einem traditionellen Tablao ist ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Ein gutes Tablao bringt professionelle Künstlerinnen und Künstler in einem intimen Rahmen zusammen, weit weg von der touristischen Showbühne. Die Casa de la Memoria im Viertel Santa Cruz genießt einen ausgezeichneten Ruf. Buche deinen Platz im Voraus: Die Abendvorstellungen sind am Wochenende oft ausverkauft.

Sevillanische Küche: Tapas, Jamón und Salmorejo
Die Tapa-Kultur ist in Sevilla eine Institution: Man bestellt kein Gericht, man knabbert im Stehen, das Glas in der Hand, und zieht von Bar zu Bar. Probiere Salmorejo (kalte Tomatensuppe, dicker als Gazpacho, mit hartgekochtem Ei und Jamón), Gambas al ajillo (Garnelen in Knoblauchöl) und Jamón ibérico de bellota. Der Mercado de Triana ist ein Pflichtbesuch für frische Produkte und regionale Spezialitäten.

Wann sollte man Sevilla besuchen?
Der Frühling (März bis Mai) ist die beste Reisezeit: Temperaturen zwischen 15 und 25 °C, die Stadt erblüht, das Alltagsleben ist lebhaft. Achtung: Die Semana Santa (Karwoche) und die Feria de Abril ziehen Millionen von Besuchern an, was Unterkunfts- und Ticketbuchungen noch dringlicher macht.
Der Herbst (September bis November) ist eine hervorragende Alternative: angenehme Temperaturen, weniger Andrang und günstigere Preise. Wer noch unentschlossen ist, wohin die Reise gehen soll, findet in unserer Auswahl der besten Reiseziele im November neue Inspiration.
Der Sommer (Juni bis August) ist anspruchsvoll: Die Temperaturen übersteigen regelmäßig 35 °C.
Für weitere Entdeckungen in Spanien fasst unser Reiseführer Was tun in Spanien die wichtigsten Highlights des Landes zusammen, und Was tun in Madrid gibt dir Tipps für eine kombinierte Städtereise in die Hauptstadt. Lust auf eine weitere Kunststadt in Europa? Was tun in Florenz bringt neue Ideen.
FAQ
Wie viele Tage sollte man für Sevilla einplanen?
Drei bis vier Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Alcázar, Kathedrale, Plaza de España) zu sehen und sich in Ruhe durch Santa Cruz und Triana treiben zu lassen. Für ein kurzes Wochenende empfiehlt sich am ersten Tag ein Besuch von Alcázar und Kathedrale und am zweiten Tag die Erkundung der Viertel sowie eine Flamenco-Show.
Muss man Tickets im Voraus buchen?
Ja, 2026 ist das unbedingt notwendig. Der Alcázar ist auf 750 gleichzeitige Besucher begrenzt und füllt sich schnell, besonders im Frühling. Die Kassen der Kathedrale sind oft schon ab 11 Uhr ausverkauft. Buche alles online vor der Abreise.
Welches Viertel eignet sich am besten für die Unterkunft in Sevilla?
Santa Cruz liegt ideal, um alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen. El Centro ist abends lebhafter mit Bars und Restaurants. Triana überzeugt alle, die auf der anderen Seite des Guadalquivir eine authentische Atmosphäre suchen.
Wo kann man Flamenco in Sevilla sehen?
Die bekanntesten Tablaos konzentrieren sich in Santa Cruz und El Centro. Die Casa de la Memoria überzeugt durch ihr intimes Ambiente und die Qualität ihrer Künstlerinnen und Künstler. Buche deinen Platz im Voraus: Die Vorstellungen sind am Wochenende oft ausverkauft.
Ist Sevilla mit Kindern empfehlenswert?
Absolut. Die Bootsfahrt auf der Plaza de España, die Gärten des Alcázar und der Aufstieg zur Giralda (Rampe ohne Stufen) sind für Familien sehr gut geeignet. Kinder bis 14 Jahre zahlen im Alcázar nur 1 €.





