Seattle lässt sich in 3 bis 5 Tagen gut erkunden: historischer Markt, Museen, lebendige Stadtteile und beeindruckende Naturpanoramen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Pike Place Market, Space Needle, MoPOP, Chihuly Garden and Glass) liegen zentral und sind zu Fuß oder in zwei Monorail-Minuten erreichbar. Für einen Naturausflug ist der Mount Rainier in weniger als zwei Fahrstunden zu erreichen.
Pike Place Market: seit 1907 ununterbrochen geöffnet
Gegründet 1907, ist der Pike Place Market der älteste durchgehend betriebene öffentliche Markt der Vereinigten Staaten. Auf seinen neun Acres hoch über der Elliott Bay befinden sich über 500 Geschäfte, Händler, Restaurants und Bars, verteilt auf mehrere Ebenen, die durch Galerien und verwinkelte Gänge miteinander verbunden sind.
Die Atmosphäre ist die eines echten Stadtmarkts: lokale Erzeuger, Blumenhändler, Kunsthandwerker und Fischer, die ihren Fang vor den Augen der Besucher durch die Luft werfen. Das allererste Starbucks liegt nur wenige Schritte entfernt, noch innerhalb des Marktgeländes. Der Eintritt ist frei.

Die Space Needle: 184 Meter über dem Puget Sound
Für die Weltausstellung 1962 erbaut, ragt die Space Needle 184 Meter hoch im Herzen des Seattle Center. Von der Aussichtsplattform schweift der Blick über den Puget Sound, den Mount Rainier und die Skyline der Innenstadt. Die Plattform dreht sich langsam, und der Glasboden bietet einen freien Blick senkrecht nach unten.
Um vom Stadtzentrum zum Seattle Center zu gelangen, verbindet das Monorail (ebenfalls ein Erbe der Weltausstellung 1962) die Westlake Station in zwei Minuten mit dem Campuseingang. In der Hochsaison empfiehlt sich eine Vorabreservierung der Tickets online.

Chihuly Garden and Glass: Glaskunst in beeindruckendem Maßstab
Direkt neben der Space Needle zeigt Chihuly Garden and Glass die Werke von Dale Chihuly in Innenräumen und einem Außengarten. Die monumentalen Skulpturen aus mundgeblasenem Glas spielen tagsüber mit natürlichem Licht und abends mit gezielter Beleuchtung: einer der wenigen Kunstorte in Seattle, der einen Besuch zu zwei verschiedenen Tageszeiten lohnt.

Das Museum of Pop Culture (MoPOP): amerikanische Kultur zum Erleben
Das von Frank Gehry entworfene MoPOP ist von weitem an seiner wellenförmigen Metallfassade zu erkennen, die von einer zerbrochenen Gitarre inspiriert wurde. Im Inneren warten Ausstellungen zu den großen Rock-Ikonen (Jimi Hendrix, Nirvana), zur Geschichte des Science-Fiction-Films sowie Sammlungen zu Videospielen und Horror. Die Räume sind interaktiv: Instrumente können angefasst und Soundeffekte ausprobiert werden. Das Museum liegt im Seattle Center, zwei Gehminuten von der Space Needle entfernt.

Kreuzfahrt auf dem Puget Sound
Das Waterfront von Seattle ist Ausgangspunkt für Bootstouren, die einen völlig neuen Blickwinkel auf die Stadt eröffnen: die Skyline vom Wasser aus, dahinter die schneebedeckten Gipfel der Cascade Range, davor die üppig begrünten Inseln vor der Küste. Einige Ausflüge verzeichnen die regelmäßige Anwesenheit von Robben und je nach Jahreszeit von Orcas.
Die Washington State Ferries verbinden Seattle auch mit den umliegenden Inseln, darunter Bainbridge Island, und die Ausblicke auf den Puget Sound sind im Fahrpreis inbegriffen.

Pioneer Square: wo Seattle seinen Anfang nahm
Pioneer Square ist Seattles Gründungsviertel. Die roten Backsteingebäude aus dem späten 19. Jahrhundert beherbergen Kunstgalerien, Cafés und Vintage-Läden. Hier brannte die Stadt 1889 nieder und wurde anschließend auf einem höheren Niveau neu aufgebaut, wobei die alten Erdgeschosse unversehrt unter den Gehwegen erhalten blieben.
Die Underground Tour: unter den Straßen von Pioneer Square
Bill Speidel’s Underground Tour führt Besucher durch die unterirdischen Galerien von Pioneer Square, die nach dem Brand von 1889 entstanden. Die Tour dauert etwa 75 Minuten und führt durch mehrere Häuserblocks der im Untergeschoss erhaltenen Altstadt, begleitet von einem Kommentar, der Geschichte und Humor gekonnt verbindet.
Die Seattle Central Library: zeitgenössische Architektur zwei Blocks entfernt
Nur wenige Straßen von Pioneer Square entfernt fällt die Seattle Central Library durch ihre Stahl-und-Glas-Fassade auf: ein eindrucksvoller architektonischer Kontrast zu den roten Backsteingebäuden des benachbarten historischen Viertels.

Das Seattle Art Museum: weltweite und indigene Sammlungen
Das Seattle Art Museum (SAM) vereint klassische Gemälde, zeitgenössische Skulpturen und eine renommierte Abteilung, die der Kunst der indigenen Völker des pazifischen Nordwestens gewidmet ist: ein lokaler Schwerpunkt, den nur wenige große amerikanische Museen mit vergleichbarer Tiefe behandeln. Sonderausstellungen bringen regelmäßig Leihgaben aus internationalen Museen.

Der Mount Rainier: Naturausflug in weniger als zwei Stunden von Seattle
Rund 1 Std. 40 Min. bis 2 Stunden südöstlich von Seattle bietet der Mount Rainier National Park einen totalen Kontrast zur Stadt. Dieser schneebedeckte Vulkan überragt 4.000 Meter und ist von Alpenwiesen, Nadelwäldern und Wasserfällen umgeben. Der Park bietet über 480 km Wanderwege, die hauptsächlich zwischen Juli und Oktober zugänglich sind. Im Sommer herrscht viel Betrieb: Am besten frühmorgens aufbrechen.
Wenn deine Reise weitere amerikanische Großstädte umfasst, hilft dir unser Guide Top 10 der Städte in den USA dabei, eine schlüssige Route zusammenzustellen.

Wann nach Seattle reisen und wie lange bleiben?
Die Monate Juni bis September bieten das stabilste und sonnigste Wetter. Das ist auch Hochsaison: Die Sehenswürdigkeiten sind gut besucht, und Tickets für Space Needle oder Chihuly Garden and Glass sollten im Voraus gebucht werden. April und Mai sind eine gute Alternative mit weniger Besuchern und bereits sattgrüner Vegetation.
Drei Tage reichen für Pike Place Market, Space Needle, MoPOP, Chihuly Garden and Glass und Pioneer Square. Plane ein bis zwei weitere Tage für den Mount Rainier und eine Fährfahrt ein.
Wenn deine Route dich anschließend an die Ostküste führt, geben dir Was tun in New York? und Was tun in Chicago? dieselben Orientierungspunkte für zwei sehr unterschiedliche Reiseziele.
FAQ
Wie lange braucht man für Seattle?
Drei bis fünf Tage decken die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum ab (Pike Place Market, Space Needle, MoPOP, Pioneer Square, Seattle Art Museum) und ermöglichen mindestens einen Ausflug außerhalb der Stadt. Für den Mount Rainier solltest du einen zusätzlichen ganzen Tag einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Seattle?
Von Juni bis September ist das Wetter am stabilsten und sonnigsten. Das ist Hochsaison: Reserviere deine Tickets für Space Needle und Chihuly Garden and Glass im Voraus. April und Mai bieten milderes Wetter als im Winter, mit deutlich weniger Besuchern an den Sehenswürdigkeiten.
Wie kommt man in Seattle ohne Auto zurecht?
Die Innenstadt und das Seattle Center sind durch das Monorail verbunden (2 Minuten von der Westlake Station). Der Link Light Rail erschließt mehrere Stadtteile sowie den Flughafen Sea-Tac. Für den Mount Rainier und Ausflüge außerhalb der Stadt ist ein Mietwagen erforderlich.
Lohnt sich der Seattle CityPASS?
Für 127 Dollar für Erwachsene (97 Dollar für Kinder) umfasst der CityPASS den Eintritt zur Space Needle und zum Seattle Aquarium sowie drei weitere Attraktionen nach Wahl: Chihuly Garden and Glass, MoPOP, Pacific Science Center, Woodland Park Zoo und Argosy Cruises. Das entspricht einer Ersparnis von 48 % oder mehr gegenüber dem Einzelkauf der Eintrittskarten.
Was gibt es rund um Seattle zu unternehmen?
Der Mount Rainier ist das große Naturausflugsziel (1 Std. 40 Min. bis 2 Std. Fahrt). Bainbridge Island, mit der Fähre vom Waterfront erreichbar, bietet einen angenehmen halben Tag mit schönen Blicken auf die Skyline von Seattle. Die Snoqualmie Falls östlich der Stadt sind eine weitere beliebte Option.





