New York vereint auf wenigen Quadratkilometern einige der bedeutendsten Museen der Welt, eine sich ständig erneuernde Galerienszene und Stadtteile mit unverwechselbarer Eigenidentität. Diese Auswahl richtet sich an Reisende, die die Stadt durch das Prisma von Kultur, Architektur und Viertelatmosphäre erkunden wollen, statt einfach Sehenswürdigkeiten abzuhaken.
MoMA: ein Jahrhundert Moderne im Herzen von Midtown

Das Museum of Modern Art ist eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt. Die Dauerausstellung umspannt mehr als ein Jahrhundert Kunstgeschichte: Gemälde von Picasso und Matisse hängen neben Warhols Siebdrucken und Brancusis Skulpturen. Fotografie, Industriedesign und Film werden hier mit derselben Ernsthaftigkeit behandelt wie die Malerei.
Aktuelle Eintrittspreise: 30 $ für Erwachsene (28 $ beim Online-Kauf), 20 $ für Personen über 65 Jahre, 15 $ für Studierende, kostenlos für Kinder unter 16 Jahren. Bewohner des Bundesstaates New York haben jeden Freitag zwischen 17:30 und 20:30 Uhr freien Eintritt. Das Ticket gilt zudem innerhalb von 14 Tagen nach dem Besuch auch für das MoMA PS1 in Queens.
Meine Reise nach New York absichernDas Metropolitan Museum of Art: fünf Jahrtausende unter einem Dach

Das Metropolitan Museum of Art liegt an der Fifth Avenue gegenüber dem Central Park, auf Höhe der 82nd Street. Seine Sammlungen umfassen 5.000 Jahre Geschichte und vereinen mehr als zwei Millionen Werke: pharaonisches Ägypten, antikes Griechenland, islamische Kunst, holländische Meister des 17. Jahrhunderts, amerikanische Malerei des 19. Jahrhunderts. Der Tempel von Dendur, aus Ägypten überführt und Stein für Stein in einem vollständig verglasten Flügel wieder aufgebaut, gehört zu den spektakulärsten Exponaten des Hauses.
Eintrittspreise: 30 $ für Erwachsene, 22 $ für Senioren, 17 $ für Studierende, kostenlos für Kinder unter 12 Jahren. Bewohner des Bundesstaates New York zahlen nach eigenem Ermessen, gegen Vorlage eines Nachweises. Das Museum ist donnerstags bis montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, dienstags und mittwochs geschlossen.
Die High Line: aus einer alten Bahntrasse wurde ein Kunstpfad

Die High Line ist ein 2,3 km langer Spazierweg, der auf einer ehemaligen Hochbahntrasse angelegt wurde und über Chelsea und Hudson Yards schwebt. Der Weg führt durch Gärten mit lokalen Wildpflanzen, vorbei an regelmäßig wechselnden Kunstinstallationen im öffentlichen Raum, und bietet Ausblicke auf den Hudson.
Der Zugang ist kostenlos und ohne Reservierung möglich. Öffnungszeiten je nach Jahreszeit: 7 bis 23 Uhr von Juni bis September, 7 bis 22 Uhr im April und Mai, 7 bis 19 Uhr von Dezember bis März. Zwölf Fußzugänge und fünf Aufzüge sind entlang der Strecke verteilt.
Chelsea: Galerien für zeitgenössische Kunst direkt an der High Line
Die High Line verläuft entlang Chelsea, dem Stadtteil mit der größten Galeriedichte für zeitgenössische Kunst in den USA. Zwischen der 18th und der 29th Street auf der Westseite zeigen Dutzende von Ausstellungsräumen eine internationale Kunstszene, fast immer mit freiem Eintritt. Ein Nachmittag auf der High Line, anschließend ein Bummel durch die Chelsea-Galerien: das ist eine der besten kulturellen Kombinationen, die New York zu bieten hat.
Brooklyn: DUMBO, Williamsburg und die Brücke

Brooklyn ist kein Viertel, Brooklyn ist eine Stadt in der Stadt. Jeder Bezirk folgt seiner eigenen Logik.
DUMBO (Down Under the Manhattan Bridge Overpass) beherbergt mehr als 150 Künstlerateliers und eine dichte Galerienszene. Die Mauern an der Water Street, nahe den Bögen der Manhattan Bridge, sind seit 2012 Schauplatz des Programms DUMBO Walls: großformatige Wandgemälde, die internationalen Künstlern in Auftrag gegeben werden. Der Blick auf Manhattan, gerahmt vom Brückenbogen, gehört zu den meistfotografierten Ansichten der Stadt.
Williamsburg beherbergt eine unabhängige Kunst- und Musikszene, die über mehrere Jahrzehnte gewachsen ist. Das Wandbild von Eduardo Kobra, das Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat zeigt, an der Ecke Bedford Avenue und North 9th Street, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen dieses Viertels.
Die Überquerung der Brooklyn Bridge zu Fuß dauert etwa 30 Minuten und bietet freie Ausblicke auf beide Ufer.
Für Reisende, die einen breiteren Roadtrip planen, bietet unser Ratgeber Was tun in den USA Ideen für weitere amerikanische Städte.
Times Square: das permanente Spektakel in Midtown

Times Square durchquert man, anstatt ihn zu besichtigen. Die Leuchtreklamen und bewegten Werbebanner bilden ein eigenständiges Spektakel, das besonders nach 21 Uhr seine volle Wirkung entfaltet. Hier liegt auch das Zentrum des Broadway-Theaterdistrikts: Wer seinen Aufenthalt auf Kultur ausrichtet, trifft eine der besten Entscheidungen, wenn er ein Broadway-Stück im Voraus reserviert.
Die Fifth Avenue: Manhattans architektonische Prachtmeile

Der Abschnitt der Fifth Avenue zwischen der 33rd und der 59th Street vereint mehrere Generationen New Yorker Architektur. Das Empire State Building (zwischen der 33rd und der 34th Street), die St. Patrick’s Cathedral und das Rockefeller Center, ein Art-déco-Komplex aus den 1930er Jahren, bilden zusammen einen architektonischen Spaziergang, den man zu Fuß weit besser erlebt als im Taxi.

Abends nehmen die angrenzenden Straßen (Madison Avenue, Lexington Avenue) eine andere Atmosphäre an: weniger überwältigend als Times Square, aber immer noch voller Leben.
Das 9/11-Memorial und Museum

Das 9/11-Memorial nimmt den genauen Grundriss der beiden Türme des World Trade Center ein. Zwei große Reflexionsbecken, deren Bronzerand die Namen der Opfer der Anschläge von 2001 und von 1993 trägt, markieren den Ort des Geschehens. Das Museum im Untergeschoss zeigt originale Artefakte, Videoberichte und eine umfassende Dokumentation der Ereignisse und ihrer Folgen. Es ist ein Ort, der Zeit und eine gewisse emotionale Offenheit erfordert.
Central Park: 341 Hektar Atemraum im Herzen Manhattans

Der Central Park erstreckt sich über 341 Hektar im Zentrum Manhattans. Neben Spaziergängen und Radfahren beherbergt der Park den Central Park Zoo, das Belvedere Castle, die Strawberry Fields (John-Lennon-Gedenkstätte) und das Ramble, ein Waldgebiet, das bei Vogelbeobachtern sehr beliebt ist. Da der Eingang zum Metropolitan Museum direkt auf den Park führt, lassen sich beide Besuche bestens miteinander verbinden.
Die Freiheitsstatue und Ellis Island

Die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs, im Jahr 1886 eingeweiht, ist ab der Fähre am Battery Park zu besuchen. Ellis Island, mit derselben Fähre erreichbar, beherbergt das National Museum of Immigration und zeugt von der Rolle, die die Insel als Eingangstor für Millionen von Einwanderern spielte. Es ist einer der bedeutungsreichsten Besuche der Stadt.
Wenn New York dich dazu inspiriert, weitere amerikanische Großstädte zu erkunden, findest du in unserem Überblick Die Top 10 Städte in den USA weitere Reiseideen.
FAQ
Ist der Eintritt ins MoMA teuer? Gibt es kostenlosen Eintritt?
Der Eintritt ins MoMA kostet 30 $ für Erwachsene (28 $ beim Online-Kauf), 20 $ für Personen über 65 Jahre und 15 $ für Studierende. Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Bewohner des Bundesstaates New York genießen jeden Freitag zwischen 17:30 und 20:30 Uhr freien Eintritt.
Ist die High Line kostenlos zugänglich?
Ja, die High Line ist vollständig kostenlos und das ganze Jahr ohne Reservierung zugänglich. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit: bis 23 Uhr im Sommer (Juni bis September), bis 19 Uhr im Winter (Dezember bis März).
Wie viel Zeit sollte man für das Metropolitan Museum einplanen?
Mindestens drei Stunden sollte man für die wichtigsten Räume einplanen (Tempel von Dendur, europäische Malereigalerien, American Wing). Ein ganzer Tag erlaubt es, mehrere Flügel und Sonderausstellungen zu erkunden. Das Museum ist donnerstags bis montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Was ist besser: DUMBO oder Williamsburg in Brooklyn besuchen?
Beide Viertel ergänzen sich hervorragend. DUMBO ist ideal für die Ausblicke auf Manhattan und die großformatigen Wandgemälde an der Water Street. Williamsburg eignet sich besser, um in die unabhängige Kunst- und Musikszene einzutauchen, mit Galerien und Cafés zum Entdecken zu Fuß.
Braucht man eine Reiseversicherung für einen New-York-Aufenthalt?
Medizinische Leistungen in den USA gehören zu den teuersten weltweit. Ein Besuch in der Notaufnahme kann mehrere tausend Dollar kosten. Eine Reiseversicherung, die Arztkosten und Rücktransport abdeckt, ist dringend empfohlen, unabhängig von der Aufenthaltsdauer.





