London vereint in einer einzigen Stadt weltbekannte Museen (darunter viele mit kostenlosem Eintritt), lebhafte Märkte, königliche Parks und Stadtteile mit völlig unterschiedlichem Charakter. Ob du drei Tage oder eine ganze Woche Zeit hast: Hier erfährst du, wie du deinen Reiseplan rund ums Wesentliche aufbaust, ohne dich in oberflächlichem Sightseeing zu verlieren.
Meinen Londonaufenthalt absichernSehenswürdigkeiten und Museen: das historische Herz der Stadt
Der Tower of London, ein Jahrtausend Königsgeschichte

Festung, königliches Gefängnis, Schatzkammer: Der Tower of London hat die Jahrhunderte in den unterschiedlichsten Rollen durchlebt. Als UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt er die Kronjuwelen in den Waterloo Barracks. Die Yeomen Warders, liebevoll Beefeaters genannt, führen Besucher durch die mittelalterlichen Türme und erzählen von berühmten Gefangenen wie Anne Boleyn und Thomas More.
Der Eintritt ist kostenpflichtig. Wer online im Voraus bucht, spart sich lange Warteschlangen, vor allem im Sommer und während der Schulferien.
Das British Museum: zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte kostenlos

Das British Museum versammelt mehr als 80.000 Objekte in 70 Sälen, und die Dauerausstellung ist vollständig kostenlos. Der Stein von Rosetta, die Elgin Marbles, ägyptische Mumien und die Schätze von Sutton Hoo gehören zu den absoluten Highlights. Das Glasdach des Great Court, entworfen von Norman Foster, ist für sich allein schon ein architektonisches Erlebnis.
Zu Stoßzeiten empfehlen manche großen Museen, sich online einen kostenlosen Zeitslot zu reservieren.
Das Tate Modern: Gegenwartskunst mit Blick auf die Themse

Das Tate Modern ist in einem umgebauten Kraftwerk untergebracht und zeigt Werke von Picasso, Warhol, Rothko und Hockney, die Dauerausstellung ist kostenlos. Vom 10. Stockwerk des Blavatnik Building eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die St. Paul’s Cathedral und die Dächer der City. Sonderausstellungen sind kostenpflichtig.
Die St. Paul’s Cathedral: 528 Stufen über der Stadt

Von Sir Christopher Wren entworfen und 1710 fertiggestellt, thront die St. Paul’s Cathedral seit mehr als drei Jahrhunderten über der City. Wer die 528 Stufen bis zur Golden Gallery erklimmt, wird mit einem 360-Grad-Panorama über die gesamte Stadt belohnt. In der Krypta ruhen Lord Nelson und der Herzog von Wellington.
Königliche Parks: die grüne Lunge der Hauptstadt
Hyde Park und der Spaziergang zum Buckingham Palace

Hyde Park ist einer der acht königlichen Parks Londons. Hier leiht man sich ein Ruderboot auf dem Serpentine, joggt auf schattigen Wegen oder picknickt auf dem Rasen. Die Speakers’ Corner an der nordöstlichen Ecke des Parks versammelt jeden Sonntag spontane Redner, eine tief in der britischen Kultur verwurzelte Tradition. Wer weiter ostwärts spaziert, durchquert den St. James’s Park bis zu den Gärten des Buckingham Palace.
Märkte und Genuss: das London, das draußen isst
Der Borough Market: Geheimtipp für Feinschmecker nahe der London Bridge

Unter den eisernen Bögen der London Bridge gelegen, gehört der Borough Market zu den ältesten Lebensmittelmärkten der Hauptstadt. Der Eintritt ist kostenlos und für alle offen. Gereifter Käse, Charcuterie, handwerkliches Brot, Street Food aus aller Welt: das Angebot ist schlicht überwältigend. Der Markt ist montags geschlossen. Dienstag bis Freitag hat er von 10 bis 17 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr.
Der Camden Market: alternative Energie am Kanalwasser

Im Norden der Stadt verbindet der Camden Market Vintage-Kleidungsstände, außergewöhnliche Fundstücke und Live-Konzerte. Entlang des Regent’s Canal konzentriert sich im Hawley Wharf eine Reihe von Food Halls, die montags bis sonntags von 11:30 bis 23:00 Uhr geöffnet sind. Der Hauptmarkt hat täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Covent Garden und Viertel zum Zu-Fuß-Entdecken
Covent Garden vereint Kunsthandwerksläden, Cafés und Straßenkünstler unter einer viktorianischen Markthalle. Es ist außerdem das Tor zum Royal Opera House. Nur wenige Gehminuten entfernt bietet Seven Dials unabhängige Restaurants und originelle Geschäfte, weit weg von den großen Ketten. Weiter östlich ist Shoreditch das kreative Herz Londons: aufstrebende Kunstgalerien, gepflegte Coffee Shops und Street Art an jeder Hauswand.
Wann nach London reisen?
London lässt sich das ganze Jahr über bereisen, jede Jahreszeit hat ihren eigenen Rhythmus.
- Frühling (März-Mai): Die Parks blühen auf, die Warteschlangen halten sich noch in Grenzen. Ideal für Stadtspaziergänge.
- Sommer (Juni-August): Lange Tage und festliche Stimmung, aber starker Andrang an allen Sehenswürdigkeiten. Tickets und Unterkunft frühzeitig buchen.
- Herbst (September-November): Weiches Licht, weniger überfüllte Museen, oft günstigere Unterkünfte.
- Winter (Dezember-Januar): Weihnachtsmärkte verwandeln die Stadt, und vor dem Somerset House sowie der Battersea Power Station entstehen temporäre Eislaufbahnen. Unser Guide Weihnachten in London stellt die besten Adressen und Veranstaltungen der Festsaison vor.
Lust auf weitere Metropolen? Unsere Guides Was tun in New York? und Was tun in Montréal? bieten die gleichen Orientierungspunkte für diese beiden unverzichtbaren Städte.
Häufige Fragen
Sind die Museen in London kostenlos?
Die meisten großen nationalen Museen, darunter das British Museum, das Natural History Museum, das Victoria and Albert Museum, das Tate Modern und die National Gallery, bieten freien Eintritt zur Dauerausstellung. Sonderausstellungen sind hingegen kostenpflichtig. Zu Stoßzeiten empfiehlt es sich, online einen Zeitslot zu reservieren, auch wenn der Eintritt kostenlos ist.
Muss man den Tower of London im Voraus buchen?
Ja. Der Tower of London gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Großbritanniens und der Eintritt ist kostenpflichtig. Eine Online-Buchung im Voraus hilft, Warteschlangen zu vermeiden, besonders im Sommer und während der Schulferien.
Wo isst man am besten in London?
Der Borough Market (nahe der London Bridge) und der Camden Market (im Norden) sind die zwei Referenzadressen für Street Food. Der Borough Market öffnet samstags bereits um 9 Uhr, bevor der große Ansturm einsetzt. Camden und sein Hawley Wharf haben bis 23 Uhr geöffnet, ideal für einen lebhaften Abend.
Wie viele Tage braucht man für London?
Ein Wochenende mit 2 bis 3 Tagen reicht, um die Highlights zu streifen: eine kostenpflichtige Sehenswürdigkeit, zwei oder drei kostenlose Museen, ein Markt. Um die verschiedenen Stadtteile und einige Geheimtipps abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden, solltest du 5 bis 7 Tage einplanen.
Ist London familienfreundlich?
Ja. Das Natural History Museum (mit Dinosauriern und dem Blauwal-Skelett) und das Science Museum sind kostenlos und bei Kindern sehr beliebt. Hyde Park bietet weitläufige Grünflächen. Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut, auch wenn einige Stationen der historischen U-Bahn keinen Aufzug haben.





