Irland vereint atlantische Klippen, jahrhundertealte Pubs, verfallene Burgen und weltklasse Museen auf weniger als 500 km. Egal ob du eine Woche oder mehr Zeit mitbringst: Diese 20 Erlebnisse sind das Herzstück jeder Irlandreise, nach Region geordnet, damit du dein Programm ohne langes Zögern zusammenstellen kannst. Alle praktischen Infos vor der Abreise findest du auf der Seite Reiseversicherung Irland.
Mein Reiseversicherungsangebot erhaltenDublin und Umgebung
Dublin ist kompakt und lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. In zwei bis drei Tagen kannst du die wichtigsten kulturellen Highlights der Stadt erleben.
Temple Bar
Im Herzen Dublins schlängeln sich die Kopfsteinpflastergassen von Temple Bar zwischen bunten Fassaden und Pubs hindurch, aus denen schon früh am Abend traditionelle Musik auf die Straße schwappt. Das Viertel eignet sich perfekt für eine erste irische Nacht: Die Atmosphäre kommt ganz von allein zu dir.

Das Guinness Storehouse
Am 31. Dezember 1759 unterzeichnete Arthur Guinness den Pachtvertrag für seine Brauerei in St. James’s Gate: 45 Pfund Sterling pro Jahr, gültig für neuntausend Jahre. Seit der Eröffnung des interaktiven Museums im Jahr 2000 haben mehr als zwanzig Millionen Besucher seine sieben Stockwerke durchquert. Der Rundgang endet in der Gravity Bar ganz oben: Das inklusive Pint Guinness genießt du bei einem 360-Grad-Panoramablick über Dublin.

Das Trinity College und die Old Library
Das Trinity College wurde 1592 gegründet und ist der älteste Campus Irlands. Sein Herzstück, die Long Room der Old Library, beherbergt das Book of Kells, vier im 9. Jahrhundert illuminierte Evangeliare, sowie rund 200.000 alte Bände. Es ist eines der meistfotografierten historischen Interieurs des Landes.

Das Nationalmuseum von Irland
Direkt gegenüber dem Trinity College zeigt das Nationalmuseum von Irland (Abteilung Archäologie) eine der schönsten Sammlungen keltischer Goldschmiedekunst und nordeuropäischer Moormumien. Die neoklassizistische Architektur mit Säulen und Uhr macht den Besuch zu einem visuellen wie kulturellen Erlebnis zugleich.

Der Glasnevin-Friedhof
1832 von Daniel O’Connell gegründet, ist Glasnevin der irische Nationalfriedhof. Auf seinen rund 50 Hektar ruhen mehr als 1,5 Millionen Menschen, darunter Michael Collins, Éamon de Valera und Charles Stewart Parnell. Die geführten Touren des angeschlossenen Museums erzählen die Geschichte der irischen Unabhängigkeit anhand der Gräber.
Der Dublin Zoo
1831 eröffnet, gehört der Dublin Zoo zu den ältesten Zoos Europas. Er liegt eingebettet im Phoenix Park, beherbergt mehr als 400 Tiere und engagiert sich aktiv im Schutz bedrohter Arten.

Glendalough, das Tal der zwei Seen
Etwa eine Stunde südlich von Dublin im County Wicklow liegt Glendalough, irisch für „Tal der zwei Seen“. Das Klostergelände wurde im 6. Jahrhundert vom heiligen Kevin gegründet. Die Ruinen der Abtei, der Rundturm und die Wanderwege entlang der beiden Seen machen diesen Ort zum schönsten Tagesausflug von der Hauptstadt aus.


Die Westküste: Klippen, Buchten und wilde Moore
Die Westküste vereint all das, was viele nach Irland zieht: atemberaubende Landschaften, wechselndes Licht und eine nahezu unberührte Natur.
Die Cliffs of Moher
Im County Clare erstrecken sich die Cliffs of Moher über 14 km entlang des Atlantiks. Ihr höchster Punkt erreicht 214 Meter: Bei klarem Wetter kannst du die Aran-Inseln und dahinter die Twelve Pins im Connemara ausmachen. 2022 zählte das Gelände mehr als eine Million Besucher. Komm früh am Morgen, um den Reisegruppen zu entgehen.

Galway und Umgebung
Galway ist die lebendigste Stadt der Westküste. In den Fußgängerzonen klingt Sessionmusik aus den Pubs, und Musikerinnen sowie Reisende werden mit der gleichen Herzlichkeit empfangen. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Fährfahrten zu den Aran-Inseln oder für Ausflüge in die Moore des Connemara.

Das Connemara
Das Connemara westlich von Galway ist keine Stadt, sondern eine Weite aus Moorlandschaft, Torfmooren, Seen und Gebirgszügen (den Twelve Bens), wo die Straße kilometerweise führt, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Es ist eine der wenigen Regionen Irlands, in denen Irisch (Gälisch) noch Alltagssprache ist.

Der Ring of Kerry
Eine Rundstrecke von 179 km um die Halbinsel Iveragh im County Kerry: Der Ring of Kerry verbindet Seen, Berge, Ruinen prähistorischer Forts und Panoramablicke auf die Kenmare Bay. Im Auto brauchst du dafür einen vollen Tag mit zwei oder drei Stopps. Mit dem Rad plane zwei Tage ein. Fahre im Uhrzeigersinn, um schwierige Begegnungen mit Reisebussen zu vermeiden.

Der Killarney-Nationalpark
Irlands erster Nationalpark entstand 1932 durch die Schenkung des Anwesens Muckross an den Staat. Heute umfasst er mehr als 10.200 Hektar. Die Killarney-Seen, die jahrhundertealten Eichenwälder und die Gipfel der MacGillycuddy’s Reeks, darunter der Carrauntoohil als höchster Berg der Insel, machen ihn zu einem unverzichtbaren Ziel für Wanderer und Radfahrer.

Burgen, Abteien und mittelalterliche Stätten
Irland besitzt bemerkenswert gut erhaltene Burgen und Klöster. Diese drei Orte verdienen jeweils einen halben Tag.
Blarney Castle
Wenige Kilometer von Cork entfernt ist Blarney Castle berühmt für den Blarney Stone: Der Überlieferung nach verleiht ein Kuss auf den Stein das Talent zur Redegewandtheit. Doch auch die Gärten rund um diese mittelalterliche Festung mit ihren Grotten und geheimnisvollen Pfaden sind die Anreise wert, genauso wie der Aufstieg zur Zinne.

Der Rock of Cashel
Hoch über der Tipperary-Ebene war der Rock of Cashel einst Sitz der Könige von Munster, bevor er zu einem bedeutenden religiösen Zentrum wurde. Die Saint-Patrick’s-Kathedrale, die Cormac’s Chapel und der Rundturm bilden eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Ensembles Irlands.

Kilkenny Castle
Kilkenny, liebevoll „die Marmorstadt“ genannt, besitzt eine der besterhaltenen Burgen des Landes. Im 12. Jahrhundert von den Normannen erbaut und mehrfach umgebaut, thront sie über dem Fluss Nore hinter einem grauen Kopfsteinpflasterhof. Der mittelalterliche Ort drumherum lässt sich komplett zu Fuß erkunden.

Cork und Limerick: zwei Städte, die sich lohnen
Cork und seine Region
Cork, die zweitgrößte Stadt Irlands, trägt den Beinamen „Rebel City“ wegen ihrer widerständigen Geschichte. Die überdachte Markthalle English Market, die Kunstgalerien, die Craft-Brauereien und die Lage auf der Lee-Insel machen Cork zu einem lohnenden Zwischenstopp für zwei Tage. Die nahe Küste rund um Kinsale mit ihrer Bucht rundet den Aufenthalt in der Region ab.

Limerick und King John’s Castle
Limerick liegt am Ufer des Shannon. Das Highlight ist King John’s Castle, eine mittelalterliche Festung aus dem 13. Jahrhundert, deren Türme den Fluss überragen. Eine interaktive Ausstellung erzählt die Geschichte der Stadt von den Wikingern bis zu den Kriegen des 17. Jahrhunderts.

Nordirland: Natur und Geschichte der besonderen Art
Belfast und die Antrim-Küste sind ohne Grenzformalitäten von der Republik aus erreichbar und bieten zwei der eindrucksvollsten Erlebnisse der gesamten Reise.
Der Giant’s Causeway
Im County Antrim ist der Giant’s Causeway UNESCO-Welterbe. Rund 40.000 hexagonale Basaltsäulen, entstanden durch einen Vulkanausbruch vor etwa 60 Millionen Jahren, formen eine einzigartige Küstenplattform. Der lokalen Legende nach hat der Riese Fionn Mac Cumhaill sie erbaut.

Das Titanic-Museum, Belfast
2012 auf dem Gelände der Werft Harland & Wolff eröffnet, wo die Titanic gebaut wurde, empfing das Museum bereits im ersten Jahr mehr als 800.000 Besucher. Neun interaktive Galerien auf acht Etagen erzählen von Bau, Untergang und Nachleben des Ozeanriesen. Das Gebäude selbst, mit vier Fassaden aus Aluminium, die Schiffsrümpfe imitieren, ist ein architektonisches Kunstwerk für sich.

Die Slieve-League-Klippen
Im County Donegal ragen die Klippen von Slieve League (Sliabh Liag) 601 Meter über den Atlantik, also etwa dreimal so hoch wie die Cliffs of Moher. Weniger bekannt, bieten sie spektakuläre Wanderungen, darunter den legendären Grat des „One Man’s Path“. Ein Ende der Welt, das kaum jemand erreicht und das niemand vergisst.

Irland eignet sich sowohl für eine große Rundreise als auch für einen gezielten Trip. Wenn die nördlichen Küsten dich auf den Geschmack bringen, weitere Gestade zu entdecken, liefern dir was tun in Dänemark und was tun in Schweden weitere Inspiration.
FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Von Mai bis September sind die Tage am längsten und die Temperaturen am angenehmsten (in der Regel zwischen 14 °C und 20 °C). April bis Mai und September ermöglichen einen Besuch ohne große Menschenmassen bei noch akzeptablem Wetter.
Wie lange braucht man für eine Irlandreise?
Eine Woche reicht für Dublin und die Westküste (Cliffs of Moher, Ring of Kerry, Killarney). Mit zwei Wochen lassen sich auch Nordirland, das Connemara und die mittelalterlichen Stätten im Süden (Cashel, Kilkenny, Blarney) erkunden.
Kann man Nordirland bei einer Irlandreise mitbesuchen?
Ja. Die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland ist offen, ohne Kontrollen. Belfast und die Antrim-Küste (Giant’s Causeway) lassen sich problemlos in eine Rundreise durch den Norden der Insel einbinden.
Ist der Ring of Kerry an einem Tag machbar?
Die Strecke misst 179 km. Im Auto brauchst du dafür einen ganzen Tag mit zwei oder drei Stopps. Mit dem Rad plane zwei Tage ein. Die Fahrt im Uhrzeigersinn ist empfehlenswert, um schwierige Begegnungen mit Reisebussen zu vermeiden.
Was tun in Irland bei schlechtem Wetter?
Das Guinness Storehouse, die Old Library des Trinity College, das Nationalmuseum von Irland, die überdachten Bereiche der Burgen in Kilkenny und Blarney sowie Pubs mit Live-Musiksessions sind ideale Zufluchtsorte.





