Athen vereint auf wenigen Quadratkilometern fünfundzwanzig Jahrhunderte Geschichte, lebendige Viertel und eine mediterrane Küche, die allein schon die Reise rechtfertigt. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hetze gilt: Plane mindestens zwei Tage ein, mit Akropolis und Museum am Morgen, Plaka und Monastiraki am Nachmittag und dem Lykabettusberg beim Sonnenuntergang.
Die Akropolis und den Parthenon besichtigen
Die Akropolis ist der Mittelpunkt jedes Athen-Besuchs. Vom Heiligen Felsen aus überragt der Parthenon die Stadt, wie er es seit dem 5. Jahrhundert vor Christus tut. Auf demselben Gelände ergänzen das Erechtheion mit seinen Karyatiden und der Tempel der Athena Nike das Ensemble.
Komm zur Öffnung um 8 Uhr oder am späten Nachmittag, um dem Andrang und der Hitze zu entgehen. Seit dem 1. April 2025 beträgt der Normalpreis 30 €. EU-Bürger unter 25 Jahren haben gegen Vorlage eines Ausweises freien Eintritt. Kombinationstickets ermöglichen den Zugang zur Akropolis und mehreren Athener Stätten mit einem einzigen Ticket (Antike Agora, Römische Agora, Zeustempel, Aristoteles-Lykeion, Panathenaisches Stadion). Im Hochsommer kann der Zugang bei Temperaturen über 40 °C zwischen 13 und 17 Uhr gesperrt werden.


Das Akropolis-Museum erkunden
Direkt unterhalb liegt das Akropolis-Museum und beantwortet eine naheliegende Frage: Wo sind die originalen Skulpturen geblieben? Das 2009 eröffnete Glasgebäude zeigt den Parthenon-Fries auf über 150 Metern im obersten Stockwerk, während die Akropolis durch die gläserne Fassade sichtbar im Hintergrund thront. Vier der sechs originalen Karyatiden des Erechtheions sind dort ausgestellt; die fünfte befindet sich im British Museum, ein bis heute anhaltender diplomatischer Streitpunkt.

Plaka und Monastiraki: zwei Viertel, ein Spaziergang
Plaka ist das älteste noch bewohnte Viertel der Stadt. Seine gepflasterten Gassen, bunten Häuserfassaden und Platanen bieten eine angenehme Pause zwischen zwei archäologischen Stätten. Die Cafés in der Mnisikleous-Straße mit Blick auf die Akropolis eignen sich ideal, um neue Kräfte zu tanken.

Zehn Gehminuten entfernt wechselt Monastiraki die Stimmung: Eine osmanische Moschee, eine byzantinische Kirche, eine archäologische Stätte und ein Flohmarkt liegen auf demselben zentralen Platz nebeneinander. Am Sonntagmorgen quellen die Gassen über vor Trödelmarkt, Antiquitäten und Kleidung.

Die Antike Agora: wo die Demokratie erfunden wurde
Die Antike Agora ist der Ort, an dem die Athener diskutierten, abstimmten und philosophierten. Der darüberthronende Hephaistos-Tempel zählt zu den besterhaltenen griechischen Tempeln der Welt. Das Museum vor Ort zeigt das Alltagsleben des klassischen Athens mit einzigartigen Objekten. Die Antike Agora ist in den Kombinationstickets der Akropolis inbegriffen.
Der Lykabettusberg: 360-Grad-Panorama über Athen
Als höchster Punkt der Stadt bietet der Lykabettusberg ein 360-Grad-Panorama über Athen, die Akropolis, den Piräus und bei klarem Wetter sogar die Inseln des Saronischen Golfs. Man steigt zu Fuß vom Viertel Kolonaki auf oder nimmt die Standseilbahn, täglich von 9 bis 1:30 Uhr geöffnet. Die Georgskapelle und ein Café-Restaurant laden dazu ein, den Moment auf dem Gipfel auszukosten.

Die empfehlenswerteste Uhrzeit: eine Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das goldene Licht den Parthenon von oben trifft.
Das Panathenaische Stadion: weißer Marmor für die Spiele von 1896
Das vollständig aus weißem Marmor erbaute Panathenaische Stadion (Kallimarmaro) ist das einzige große Stadion der Welt, das aus diesem Material gefertigt wurde. Es war Austragungsort der ersten modernen Olympischen Spiele 1896 und fasst 50.000 Zuschauer. Der Eintritt beinhaltet einen in mehreren Sprachen verfügbaren Audioguide sowie die Möglichkeit, auf der Laufbahn zu joggen.

Das Nationale Archäologische Museum: 5.000 Jahre griechische Kunst
Das größte Museum Griechenlands versammelt Sammlungen, die fünf Jahrtausende umspannen, von der Vorgeschichte bis zur spätrömischen Epoche. Zu den Hauptwerken zählen die Bronzestatue des sogenannten Poseidon oder Zeus, die Goldmasken von Mykene und die Fresken von Thera. Plane mindestens einen halben Tag ein, um die wichtigsten Stücke zu sehen.
Die Nationalgärten: eine grüne Oase im Stadtzentrum
Im 19. Jahrhundert für Königin Amalia angelegt, erstrecken sich die Nationalgärten über 15,5 Hektar mitten in der Stadt, zwischen dem Parlament und dem Mets-Viertel. Teiche, in die Vegetation integrierte antike Ruinen und ein kleiner Zoo machen sie zum idealen Ort für eine schattige Pause zwischen zwei Museen.

Athener Küche probieren: Mezze, Souvlaki und Loukoumades
In der Taverne bestellt man mehrere Gerichte zum Teilen: Mezze, Dolmades, Tzatziki, Tirokafteri, dazu griechischen Wein oder ein Glas Ouzo. In den Straßen von Monastiraki und Psiri isst man Souvlaki im Stehen direkt vom Grill. Für das Süße sind Loukoumades, in Honig und Zimt frittierte Teigbällchen, der unverzichtbare Straßensnack Athens.

Ausflug nach Kap Sounion: der Poseidontempel mit Blick auf die Ägäis
70 km südlich von Athen entlang der Küstenstraße ist Kap Sounion ein Felsvorsprung, der steil in die Ägäis abfällt. Der um 444 v. Chr. erbaute Poseidontempel überragt seit fünfundzwanzig Jahrhunderten das Meer mit seinen noch stehenden dorischen Säulen. Brich am späten Nachmittag auf, um die Sonne hinter den Säulen über dem Meer untergehen zu sehen.
Das Gelände ist von März bis Oktober von 9 bis 20 Uhr geöffnet, von November bis Februar von 9 bis 18 Uhr. Mit dem KTEL-Bus ab dem Syntagma-Platz brauchst du etwa 1 Stunde 30 Minuten. Organisierte Ausflüge von Athen aus ermöglichen es, Führung und Sonnenuntergang vor Ort zu kombinieren.

Athen ist nur der Ausgangspunkt zur Entdeckung Griechenlands: Unser Guide Was tun in Griechenland: 20 Dinge, die du unbedingt sehen und erleben musst hilft dir, eine Route jenseits der Hauptstadt zu gestalten. Wenn dich Großstädte inspirieren, warten Was tun in Madrid? und Was tun in Singapur? auf dich.
FAQ
Wie viel Zeit braucht man für Athen?
Zwei Tage reichen, um Akropolis, Akropolis-Museum, Plaka, Monastiraki und das Panathenaische Stadion ohne Hetze zu sehen. Drei Tage lassen Raum für das Nationale Archäologische Museum, den Lykabettusberg und einen Ausflug nach Kap Sounion.
Was kostet der Eintritt zur Akropolis 2025-2026?
Seit dem 1. April 2025 beträgt der Normalpreis 30 €. EU-Bürger unter 25 Jahren haben gegen Vorlage eines Ausweises freien Eintritt. Kombinationstickets ermöglichen den Zugang zu mehreren Athener Stätten mit einem einzigen Eintritt.
Wann sollte man die Akropolis besuchen, um Menschenmassen und Hitze zu meiden?
Direkt zur Öffnung um 8 Uhr oder am späten Nachmittag. Im Hochsommer kann der Zugang bei Temperaturen über 40 °C zwischen 13 und 17 Uhr gesperrt werden.
Wie kommt man von Athen nach Kap Sounion?
Mit dem KTEL-Bus ab dem Syntagma-Platz in Athen: etwa 1 Stunde 30 Minuten Fahrtzeit. Organisierte Ausflüge von der Stadt aus ermöglichen ebenfalls, Besichtigung und Sonnenuntergang vor Ort zu kombinieren.
Braucht man eine Reiseversicherung für Griechenland?
Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt dringende Behandlungen in öffentlichen Einrichtungen ab, jedoch weder den medizinischen Rücktransport noch Privatkliniken, die von Touristen häufig genutzt werden. Eine ergänzende Reiseversicherung deckt beide Bereiche ab.





