Algerien vereint auf einer einzigen Reise UNESCO-klassifizierte römische Ruinen, eines der größten Felskunst-Ensembles der Welt und eine Sahara, die vulkanischer als sandig ist. Von der Mittelmeerküste bis zu den Gipfeln des Hoggar-Massivs: Hier sind acht Orte, die zeigen, was dieses Land wirklich zu bieten hat.
Die Kasbah von Algier
Die Kasbah ist das historische Herz von Algier und gehört zum UNESCO-Welterbe. Man erkundet sie zu Fuß, indem man das Gassenlabyrinth hinaufsteigt, das sich von der Zitadelle mit ihren Ursprüngen aus dem 16. Jahrhundert bis zum Meer erstreckt. Die Paläste Dar Aziza und Jenina veranschaulichen die traditionelle Architektur Algiers, und mehrere historische Moscheen säumen dieses Labyrinth weißer Fassaden.

Tipasa: Römische Ruinen direkt am Meer
Rund 70 km westlich von Algier liegt Tipasa an einem außergewöhnlichen Ort: Antike Ruinen erstrecken sich bis ans Ufer des Mittelmeers. Die Stadt war zunächst eine phönizische Handelsniederlassung, dann eine florierende römische Stadt und ein bedeutendes frühchristliches Zentrum. Seit 1982 gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Tempel, Basiliken und Mosaike lassen sich mit Meerblick besichtigen.

Das Tassili n’Ajjer: Das gewaltige Felskunstmuseum der Sahara
Im Südosten Algeriens erstreckt sich das Plateau Tassili n’Ajjer über rund 72.000 km² an den Grenzen zu Libyen, Niger und Mali. Seit 1982 UNESCO-Welterbe, verzeichnet es mehr als 15.000 prähistorische Felszeichnungen und -malereien. Nur eine Wanderung durch dieses Labyrinth aus Canyons und Felswänden vermittelt ein wirkliches Gefühl für das Ausmaß dieser Stätte.

Djemila: Die am besten erhaltenen romano-berberischen Ruinen Nordafrikas
In den Bergen des nordöstlichen Algeriens liegt Djemila, das antike römische Cuicul, seit 1982 auf der UNESCO-Welterbeliste. Tempel, Triumphbögen, Theater, Thermen und Mosaike reihen sich in einer hügeligen, grünen Landschaft aneinander. Die Stätte gilt als die am besten erhaltenen romano-berberischen Ruinen Nordafrikas.

Das Märtyrerdenkmal und der Blick über Algier
Auf den Höhen der Hauptstadt wurde das Märtyrerdenkmal 1982 zum 20. Jahrestag der algerischen Unabhängigkeit eingeweiht. Seine Silhouette aus drei stilisierten Palmenwedeln, die in den Himmel ragen, überragt die Bucht von Algier. Zu seinen Füßen befindet sich ein Museum über den Unabhängigkeitskrieg. Von der Terrasse aus ist der Blick auf die Stadt und das Mittelmeer atemberaubend.

Die Jardins d’Essai du Hamma
1832 angelegt und auf 32 Hektar mitten in Algier ausgedehnt, beherbergen die Jardins d’Essai du Hamma mehr als 1.200 Pflanzenarten, aufgeteilt in einen französischen Garten, einen englischen Garten, Gewächshäuser und breite, schattige Alleen. Als algerisches nationales Naturdenkmal eingestuft, sind sie einer der seltenen Orte, an denen Algier wirklich zur Ruhe kommt.

Das Hoggar-Massiv: Die Sahara in der Höhe
Das Hoggar-Massiv im Süden Algeriens ist alles andere als eine flache Wüste. Sein Atakor-Plateau übersteigt 2.000 m Höhe, durchzogen von erloschenen Vulkankegeln und Basaltsäulen. Der Tahat, der höchste Gipfel, erreicht 2.918 m. Nächtlicher Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung, absolute Stille, endlose Horizonte: Das Hoggar spricht Reisende an, die eine radikale Auszeit suchen.

Constantine, über den Schluchten schwebend
Constantine liegt auf einem Felsplateau, das von den Schluchten des Rhumel zerschnitten wird. Die Brücke Sidi M’Cid, vom Ingenieur Ferdinand Arnodin erbaut und 1912 eingeweiht, überspannt die Schluchten in 175 m Höhe: Bei ihrer Einweihung war sie die höchste Straßenbrücke der Welt. Die Altstadt bewahrt die Spuren ihrer numidischen, römischen und osmanischen Vergangenheit.

Lies vor der Reise unseren Reiseversicherungsführer Algerien für Einreiseformalitäten, den empfohlenen Krankenversicherungsschutz und die Rückholbedingungen.
FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Algerien?
Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) bieten die angenehmsten Temperaturen, sowohl im Norden als auch in der Sahara. Im Sommer übersteigt die Temperatur in der Wüste regelmäßig 40 °C.
Wie viel Zeit braucht man für Algerien?
Zwei Wochen reichen, um die Sehenswürdigkeiten im Norden (Algier, Tipasa, Djemila, Constantine) und einen mehrtägigen Aufenthalt in der Sahara (Tassili oder Hoggar) zu kombinieren. Drei Wochen sind komfortabel, um beide Regionen ausgiebig zu erkunden.
Wie erreicht man Tassili n’Ajjer und das Hoggar?
Inlandsflüge verbinden Algier mit Djanet (Eingangspunkt für das Tassili) und Tamanrasset (Ausgangsbasis für das Hoggar). Vor Ort sind ein zugelassener Führer und ein Geländefahrzeug unverzichtbar.
Welche Einreiseformalitäten gelten für Algerien?
Deutsche Staatsangehörige benötigen vor der Reise ein Visum. Für die genauen Bedingungen, die empfohlene Krankenversicherung und die erforderlichen Impfungen findest du alle Informationen in unserem Reiseversicherungsführer Algerien.
Ist die Kasbah von Algier für Touristen zugänglich?
Ja, die Kasbah lässt sich tagsüber besichtigen, am besten mit einem ortskundigen Führer. Das Gassengewirr ist dicht und einige Teile werden derzeit restauriert, aber das Viertel bleibt eines der eindrucksvollsten Erlebnisse in ganz Algier.





