Marrakesch vereint auf wenigen Quadratkilometern einen von der UNESCO anerkannten Platz, Paläste aus dem 19. Jahrhundert, bemerkenswerte botanische Gärten und eine Medina, die man am besten zu Fuß erkundet. Ob du drei Tage oder eine ganze Woche Zeit hast, hier sind die zehn Erlebnisse, die du unter keinen Umständen verpassen solltest.
Meine Reiseversicherung Marokko abschließenDer Platz Jemaa el-Fna, die permanente Bühne der Stadt

Der Jemaa el-Fna ist der natürliche Ausgangspunkt für jeden Marrakesch-Besuch. Von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt, verändert er sein Gesicht im Laufe des Tages: Morgens bestimmen Orangensaftverkäufer und Henna-Tätowiererinnen das Bild; abends verwandeln Gnawa-Musiker, Schlangenbeschwörer und Berbergeschichtenerzähler den Platz in ein dauerhaftes Spektakel. Nimm dir einen Platz auf einer der umliegenden Dachterrassen, einen Minztee in der Hand, und genieße das Treiben aus der Vogelperspektive.
Die Souks der Medina, ein Labyrinth des Handwerks

Von Jemaa el-Fna aus gliedern sich die Souks in spezialisierte Viertel: Lederarbeiten, Berberteppiche, Babouches, Gewürze, Kupfer und Töpferwaren. Jede Gasse mündet in eine weitere, und sich zu verlaufen gehört zum Erlebnis dazu. In den meisten Geschäften wird gefeilscht: Bleib freundlich, lass dir Zeit und fühl dich nicht verpflichtet zu kaufen.
Für eine breitere Reiseroute durch das Land vor deiner Abreise zeigt dir unser Reiseführer Was tun in Marokko weitere marokkanische Reiseziele.
Der Bahia-Palast, eine Abfolge verzierter Innenhöfe

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, entfaltet der Bahia-Palast eine Abfolge von Innenhöfen, mit Zellige geschmückten Salons und Decken aus gemeißeltem Zedernholz. Sein Name bedeutet „die Strahlende“. Plane etwa eine Stunde ein, um die Höfe und Gemächer zu durchqueren, die bei Mittagslicht besonders fotogen wirken.
Der Majorelle-Garten, eine Oase der Farben

Der französische Maler Jacques Majorelle beginnt ab 1923 mit der Anlage dieses botanischen Gartens und öffnet ihn 1947 für die Öffentlichkeit. Nach seinem Tod erwerben die Modeschöpfer Yves Saint-Laurent und Pierre Bergé den Garten in den 1980er-Jahren, um ihn vor dem Verfall zu retten. Seit 2011 von der Fondation Jardin Majorelle verwaltet, vereint das Gelände eine große Vielfalt an Pflanzenarten rund um eine kobaltblau gestrichene Villa, die zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Marrakeschs geworden ist.

Die Koutoubia-Moschee, das Minarett, das die ganze Stadt überragt

Das Minarett der Koutoubia ragt 77 Meter hoch empor und ist das visuelle Wahrzeichen Marrakeschs. Ende des 12. Jahrhunderts errichtet, hat dieses Meisterwerk der almohadischen Kunst die Giralda in Sevilla und den Hassan-Turm in Rabat direkt beeinflusst. Der Innenbereich ist muslimischen Gläubigen vorbehalten, doch die Gärten rund um die Moschee können frei besichtigt werden und bieten eine ruhige Oase direkt neben dem Platz.
Die Saadier-Gräber, eine zufällig wiederentdeckte Nekropole

Versteckt hinter einem einfachen gemauerten Durchgang wird die saadische Nekropole 1917 bei Restaurierungsarbeiten wiederentdeckt. Sie beherbergt rund fünfzig Gräber mit Epitaphen aus gemeißeltem Marmor aus der Regierungszeit von Ahmad al-Mansur (1578-1603). Um zur Anlage zu gelangen, durchquerst du einige Gassen der Medina. Die Mausoleen sind mit Zellige, Stuckverzierungen und gemeißeltem Zedernholz geschmückt: ein außergewöhnlicher Detailreichtum auf engstem Raum.
Der Menara-Garten, eine Auszeit unter Olivenbäumen
Der Menara-Garten erstreckt sich westlich der Medina rund um ein großes Wasserbecken, das aus dem Atlasgebirge gespeist wird. Die Olivenhaine spenden willkommenen Schatten, und der zentrale Pavillon spiegelt sich im Becken, ein Bild, das in vielen Reiseführern mit Marrakesch verbunden wird. Es ist der ideale Ort, um nach einem langen Erkundungstag in der Stadt durchzuatmen.
Die Stadtmauern der Medina, ein Spaziergang durch die Geschichte

Die Stadtmauern von Marrakesch erstrecken sich über mehrere Kilometer. Man kann sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in einer Pferdekutsche erkunden. Letzteres ist ein typisches Erlebnis der Stadt: Pferdekutschen stehen vor allem rund um den Jemaa el-Fna bereit und bringen Reisende in etwa einer Stunde entlang der Mauern.
Die Hammams, Entspannung auf marokkanische Art

Marrakesch bietet zahlreiche Hammams, vom einfachen Stadtviertel-Bad bis zum gehobenen Spa. Das klassische Programm umfasst ein Dampfbad, ein Peeling mit schwarzer Beldi-Seife und Kessa-Handschuh sowie eine anschließende Massage mit Arganöl. Für einen angenehmen Erstbesuch lohnt es sich, deine Unterkunft um Empfehlungen zu bitten: Sie verweisen oft auf Einrichtungen, die gut auf internationale Reisende eingestellt sind.
Ein Ausflug aus Marrakesch: Wüste, Täler und Berge

Marrakesch ist eine ideale Ausgangsbasis für die Erkundung der Region. Das Agafay-Gebiet (eine Fels- und Steinlandschaft, etwa eine Autostunde entfernt) lässt sich als Tagesausflug erkunden. Für die großen Sanddünen der Sahara solltest du mindestens zwei Fahrtage ab der Stadt einplanen. Das Ourika-Tal und der Tizi-n’Tichka-Pass sind ebenfalls als Tagesausflug erreichbar.
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FAQ
Wann ist die beste Reisezeit für Marrakesch?
Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind die angenehmsten Jahreszeiten: milde Temperaturen und moderates Besucheraufkommen. Im Sommer ist die Hitze in der Medina intensiv. Der Winter ist tagsüber mild, die Nächte können jedoch frisch sein.
Wie viele Tage sollte man für Marrakesch einplanen?
Drei Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Medina zu erkunden (Jemaa el-Fna, Souks, Paläste, Gärten). Mit fünf oder mehr Tagen hast du Zeit, einen Ausflug ins Ourika-Tal, ins Agafay-Gebiet oder ins Atlasgebirge hinzuzufügen.
Muss man den Majorelle-Garten im Voraus buchen?
Ja, die Online-Reservierung von Tickets wird dringend empfohlen, besonders in der Hochsaison (Frühling, Herbst, Schulferien). Ohne vorgebuchtes Ticket können die Warteschlangen lang sein.
Kann man die Medina von Marrakesch alleine erkunden?
Die Medina lässt sich sehr gut alleine erkunden, wenn man bereit ist, sich hin und wieder zu verlaufen. Eine einfache Karte oder eine Offline-App hilft, den Weg zurückzufinden. Mit einem offiziell zugelassenen Stadtführer lernst du die Geschichte der Sehenswürdigkeiten und den Aufbau der Souks viel besser kennen.
Braucht man eine Reiseversicherung für Marrakesch?
Der Schutz der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung ist außerhalb Europas sehr begrenzt. Im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung in Marrakesch bleiben die Arztkosten großteils an dir hängen. Eine Reiseversicherung, die medizinische Kosten und Rückführung abdeckt, schützt dich, ohne dass du große Summen vorstrecken musst. Mit Yupwego kannst du in wenigen Minuten abschließen, noch vor deiner Abreise.





